Böse Jungs

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hatschepsut Avatar

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Mir hat das Buch sehr gut gefallen, obwohl ich anfangs nicht sicher war, ob mir eine Gay-Dreiecksbeziehung wirklich gefallen würde. Im nachhinein bin ich froh, daß ich mich auf dieses Leseexperiment eingelassen habe, denn ich bin positiv überrascht worden. Die Story ist mitreißend, an manchen Stellen herzzerreißend, voller Gefühl und prickelnder Erotik. Die kommt aber an passenden Stellen und wirkt nicht aufgesetzt. Die Protagonisten kommen jeder auf seine Weise sehr authentisch rüber. Da das Buch immer aus der Sicht eines der Akteure geschrieben ist, bekommt man so einen guten Einblick in das Seelenleben desjenigen. Ein gutes Buch für diejenigen, die sich auch mal auf eine andere Art der Beziehung einlassen können.
James ist ein Nerd, kleidet sich so und es ist ihm egal, was andere von ihm denken. Er ist sehr intelligent, möchte gerne Journalist werden und hat ein Stipendium an der Uni erhalten. Sein größter Traum ist es ein Stipendium nach Berlin zu bekommen. Casey ist der Ruhige, Besonnene und der beste Freund von James. Er stellt fest, daß er bisexuell ist, behält es allerdings für sich, denn er vermutet, daß James vielleicht mehr als Freundschaft möchte und dazu ist er noch nicht bereit. Dann ist da noch Rizzo, Sohn eines bekannten Jazz-Musikers, reich, wunderschön und allseits beliebt. Casey ist heimlich verknallt in ihm und es schmeichelt ihm, daß Rizzo ihn bemerkt hat und nun Zeit mit ihm verbringen möchte. Leider ist Rizzo als Filou bekannt, der jeden und jede abschleppt, wenn sich ihm die Gelegenheit bietet. Und er ist unsagbar arrogant. Deswegen mag ihn James nicht und er ist eifersüchtig, weil Rizzo sich in die Freundschaft zwischen ihm und Casey drängt. Zudem kommt, daß Rizzo ihm merkwürdige Signale sendet und zu James Bestürzung reagiert er anders, als erwartet, denn dieser wunderschöne, arrogante Typ macht ihn mehr als heiß.
Es kommt wie es kommen muß und schon bald sind die Jungs ein Dreiergespann wider Willen. Der Mittelpunkt ist Casey und obwohl Rizzo James immer wieder anmacht und ihn letztendlich auch weichklopft, als er mit ihm Oralverkehr macht. Dabei James nichts weiter, als eine Beziehung mit Casey.
Die Dreiecksbeziehung verstrickt sich immer weiter und bald ist klar, daß das nicht gut gehen kann und daß irgendwann einer auf der Strecke bleibt.
Zu meiner Freude hat es die Autorin geschafft, diesen scheinbar unlösbaren Knoten wieder zu entwirren und es kam dabei für meine Geschmack zu einem schönen, passenden Ende.