Frank Liebknechts erster Fall : ein himmelblauer Mord...?!

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zuckerfee Avatar

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Inhalt:
Frank Liebknecht ist ein junger und motivierter Polizist, den es aufgrund einer Versetzung in den ländlichen Ort Vielbrunn im Odenwald verschlagen hat. Als im Kartoffelfeld eines Bauerngutes eine Leiche gefunden wird, laut Behörden ein tragisches Unfallopfer, ist Frank nicht bereit, sich mit dieser Erklärung abzugeben. Seine angeborene Neugier treibt ihn dazu, auf eigene Faust Nachforschungen anzustellen – Hintergründe aufzudecken… Dabei wird einmal mehr deutlich, dass er ein „Zugezogener“ ist, der es nicht leicht hat, Zugang zu den Vielbrunner Bewohnern zu erhalten. Doch seine Neugier ist stärker – und so führen ihn seine Recherchen ihn in ein Netz aus Verrat, Intrigen und Fanatismus…

Meine Meinung:
Dies ist der erste Fall des jungen, sympathischen Kommissars Frank Liebknecht und gleichzeitig der Beginn einer neuen Krimi-Reihe.
Die Autorin Brigitte Pons beschreibt die Menschen in dem kleinen, fiktiven Ort Vielbrunn äußerst bildhaft, man kann sich die dort herrschende Atmosphäre recht gut vorstellen – dabei lässt sie es nicht an Humor fehlen, wenn es darum geht, die oft eigenwilligen Bewohner zu schildern oder natürlich den jungen Polizisten Frank Liebknecht, der es schwer hat, sich zu behaupten. Doch er gibt sein Bestes, will sich im Ort integrieren, ohne sich dabei selbst aufzugeben - immerhin soll er die Nachfolge der alt eingesessenen Brunhilde antreten. Ein schwieriges Unterfangen…!?
Gleichzeitig baut Brigitte Pons durch die Einbindung eines realen Hintergrundes einen überaus spannenden Kriminalfall auf, der durch die verschiedenen Perspektiven kurzweilig bleibt und immer mehr an Raffinesse und Spannung gewinnt, je mehr man von den unterschiedlichen Organisationen erfährt. Dabei lässt dieser Fall den Leser beinahe fassungslos zurücklässt, wenn es darum geht, Zusammenhänge nach und nach immer deutlicher werden zu lassen. Der Leser versinkt immer mehr in Verschwörungen und Hintergründen, in religiösem Wahn….

Geradezu abenteuerlich muten z.B. die Verbindungen nach Chile an, doch die Glaubwürdigkeit wird zu keinem Zeitpunkt infrage gestellt - die Handlung bleibt stets authentisch und schlüssig. Man verschmilzt recht schnell mit Charakteren und Schauplätzen, und verfolgt gebannt die Schritte und Entdeckungen des jungen Kommissars, der an seiner sich selbst gestellten Aufgabe zusehends wächst.
Froh war ich schließlich darüber, im Nachwort dieses Krimis anhand der Erläuterungen Realität von Fiktion trennen zu können und griff die dort aufgeführten Anregungen für eigene, weiterführenden Recherchen gerne auf.

Fazit:
Der erste Fall des jungen und überaus neugierigen Polizisten Frank Liebknecht : spannend, informativ, und unterhaltsam. Genau der richtige Lesegenuss für alle Krimi-Liebhaber !