Chill mal, Frau Freitag

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schwarzesschaf Avatar

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Leider muss ich sagen, dass mir dieses Buch zu sehr "gehypt" wurde und ich dadurch wahrscheinlich zu hohe Erwartungen hatte. Die konnte das Buch nicht erfüllen.

Die einzelnen Geschichten und Anekdoten sind in loser Form aneinander gereiht und folgen mehr oder minder dem Ablauf eines Schulalltages (erste Stunde, zweite Stunde, Pause..). Das klingt ganz witzig, hat aber in der Praxis keinerlei Auswirkungen auf die erzählten Geschichte. Schade.
Frau Freitag liest sich wie eine Art Episodenroman und wir erfahren Schnipsel aus ihrer wirklich fürchterlichen Klasse, die sie selber aber natürlich eigentlich sehr gerne mag. Wieso das so ist, kann ich absolut nicht sagen, keine Ahnung was sie in diesen Kindern sehen will, ich tue das nicht. Wenn ich mir vorstelle, mich mit einer solchen Horde rumschlagen zu müssen, würde ich die Wände hochgehen.
Natürlich ist alles ausnahmslos überzeichnet und nicht für bare Münze zu nehmen, und genau das will das Buch auch, aber mir ist es trotzdem etwas zu viel des Guten. Es kann ja lustig sein, Vorurteile und Stereotypen durch den Kakao zu ziehen und durch maßlose Übertreibungen einige Lacher ernten zu wollen, aber ich finde das in diesem Buch nicht gelungen. Es ist lieblos und sehr fad geschrieben, der Funke will einfach nicht überspringen und die Episoden lesen sich eher wie eine Erzählung, die gezwungen lustig sein will.
Da gibt es wesentlich bessere Vertreter des Genres.