Cut

Interessantes Debüt

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Leerer Stern
helga Avatar

Von

Keye Street war Profilerin, wurde aber wegen Alkoholismus vom FBI entlassen, ist jetzt trocken und arbeitet als Privatdetektivin. Als in Atlanta ein Serientäter sein Unwesen treibt, und wahllos Menschen ermordet, wird sie von ihrem alten Freund Lieutenant Rauser, von der Mordkommission, zu den Ermittlungen hinzugezogen.

Keye entstammt einer chinesisch-amerikanischen Familie, ihre Eltern waren drogenabhängig und haben sie kurz nach der Geburt verlassen. Ihre Großeltern wurden ermordet und sie kam ins Waisenhaus, wo sie dann von der Familie Street adoptiert wurde. Um leben zu können, arbeitet sie seit ihrer Entlassung als Privatdetektivin. Sie besitzt eine kleine Detektei, in dem ihr Neil unter die Arme greift. Neil ist ein Computerspezialist und ein guter Freund von Keye. Außerdem ist die Detektei auch Treffpunkt für ihre Freunde und da taucht nun Lieutenant Rauser auf, um sie um Unterstützung bei einer Mordserie zu bitten.

Das FBI weiß bis jetzt nur von vier Opfern, Männer sowie Frauen, die vom Typ her alle unterschiedlich sind. Alle Opfer weisen Stich- und Bisswunden auf, außerdem werden sie immer mit dem Gesicht nach unten aufgefunden. Es gibt keine Beweise und keine Motive, und obwohl der Mörder sogar Briefe an Lieutenant Rauser schreibt, in denen er Details mitteilt, stehen alle vor einem Rätsel. Der Mörder schreibt außerdem seine jeweiligen Taten und Gedanken in einem Internet-Blog als seine „Fantasie“ nieder. Der Blog bleibt allerdings nur dem Leser vorbehalten, hier erfährt man etwas mehr über die einzelnen Opfer, aber man erfährt nicht, wer der Mörder ist.

Mit diesem Buch ist Frau Williams ein recht gutes Debüt gelungen. Die Story ist interessant und gut aufgebaut und in nicht zu lange Kapitel eingeteilt. Die sehr detaillierte Vorstellung der Protagonistin hat mir ausgezeichnet gefallen und auch ihr umfangreiches Umfeld habe ich dadurch gut kennengelernt. Was mich etwas gestört hat, sind die vielen Unterbrechungen der Mordserie durch die diversen Jobs von Keye als Detektivin. Das war mir ein bisschen zu viel und hat meinen Lesefluss gebremst und die Spannung ist dadurch auch etwas auf der Strecke geblieben, obwohl die Suche nach dem Mörder äußerst interessant und mit vielen Wendungen versehen ist.

Die Spannung gibt es dafür aber am Ende des Buches, wenn die Identität des Mörders gelüftet wird. Das hat mich dann wieder für die kleinen Durststrecken entschädigt, da ich bis dahin keine Ahnung hatte, wer der Mörder ist. Daher hat mich dieses Debüt positiv überrascht und ich freue mich schon auf den nächsten Fall.