Suedosteuropaeische Geschichte

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vallhund Avatar

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Vladislav Basarab Draco, angehender Fuerst der Walachei, der als Geisel am Hof von König, später Kaiser Sigismund aufgewachsen ist, wird in den Orden der Drachenritter aufgenommen. Dafür muss er einen Eid leisten. Diesen Eid kann er aber im Laufe der Geschichte nicht halten. Als er es endlich schafft, auf den ihm rechtmäßig zustehenden Thron zu kommen, muss er zum orthodoxen Glauben konvertieren. Zumindest im Geheimen. Wegen einer Frau überwirft er sich mit seinem besten Freund und Waffenbruder, Janós Hunyadi.

Die Walachei liegt als Prellbock zwischen den Osmanen und den christlichen Ländern des Südosteuropas des 15. Jahrhunderts.
In dem Buch werden die politische Geschichte und die ständigen Intrigen dieser Zeit und dieses Landes erzählt. Beschrieben wird auch, wie Draco sich in die Hände der Osmanen begibt, um sein Volk zu vor seinen Feinden zu schützen. Auch wie er immer wieder den Vertrag mit den Osmanen auf die eine oder andere Weise bricht oder brechen muss, wird anschaulich dargestellt.

Ich bin ein großer Fan von Geschichtsromanen. Aber dieser hier las sich für mich mehr als zäh. Und zwar, weil er eben fast nur über politische und teilweise fanatische (katholische Kirche) Entscheidungen erzählt, die die Bevölkerung von Südosteuropa zeitweise ins Elend gestürzt haben.
Wirklich emotionalen Tiefgang haben die Protagonisten meiner Meinung nach nicht. Außer Janós Hunyadi. Seine Emotionen werden immer wieder mal beschrieben. Bei all den anderen Charakteren scheinen die eher am Rande zu verlaufen. Da fällt dem verheirateten Vladislav irgendwann mal ein, dass er Clara, eine junge Edelfrau, immer noch liebt. Die wurde von Janós Hunyadi mit einem Mann unter ihrem Stand zwangsverheiratet, als er herausfand, dass sie in Vladislav verliebt ist.

Unklar bleibt auch, wie es dazu kam, dass Clara nach ihrer Heirat zur Informantin von Vladislav wurde.

Alles in allem ein interessantes Buch. Aber keines, das für mich diesen „ich kann es nicht weglegen“ Faktor hatte. Trotzdem bin ich auf das zweite Buch gespannt und darauf, wie es mit Roxolan, Vlad Dracul und Radu weitergeht.