Das eherne Buch

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hatschepsut Avatar

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Sowohl das Cover, als auch der Klappentext haben mich neugierig auf das Buch gemacht. Die Geschichte handelt von Krieg und Frieden und einem, der dern Frieden bringen soll. Der Schreibstil läßt sich gut lesen und ich bin schnell in die Story gekommen. Leider muß ich sagen, daß die Story groß anfängt und dann etwas mau weitergeht. Das liegt nicht an den Gefahren und den Widrigkeiten, die der Protagonist sich stellen muß, die sind toll, aber für mein Verhältnis waren zu viele Phrasen und Andeutungen im Spiel, die dann doch nicht so recht aufgedeckt worden sind. Den Kern der Geschichte finde ich gut, aber die Umsetzung leider nicht nach meinem Geschmack. Ich mußte das Buch immer wieder beiseite legen, weil es mich einfach nicht gefesselt hat und ich habe deswegen mehrere Anläufe machen müssen, um es ganz zu lesen.
Jaarn von Stahl, Sohn des Raben wächst unerkannt und selbst unwissend dessen in einer Bibliothek als Bücherknabe auf. Eines Nachts wird er zum Obersten gerufen und der Herrscher über das Land will ihn sprechen. Er offenbart ihm, daß er sein letzter Sohn sei, nachdem der erst im Krieg gefallen ist und der zweite einer Intrige zum Opfer gefallen ist, und daß seine Mutter gewollt habe, daß er nicht auch dem Krieg verfällt. Ihm wird die große Aufgabe zu Teil das eherne Buch, das ein Schwert voller Geschichten ist, wieder zu komplettieren und dem Kriegstreiber zu übergeben, damit Friede herrscht. Er hat das noch gar nicht verwirklicht, als seine Welt Kopf steht. Brutal wird er niedergeschlagen, verschleppt und kommt erst in einer Gaststätte wieder zu sich. Angekettet beobachtet er den unglaublichen Handel einiger Männer und dem Narbigen, der ihn entführt hat. Er beschließt Rache zu nehmen, wenn die Zeit reif ist. Eines Tages kann er fliehen, gerät in einen Falle, wird von den Fallenstellern bedroht und ausgerechnet der Narbensammler hilft ihm. Wieder in der Gasstätte kommt sein ehemaliger oberster Bruder und erzählt ihm nochmals von seiner Bestimmung. Er soll die drei fehlenden Geschichten des ehernen Buches finden und es dann dem Kriegstreiber in die Hände geben. Sein bester Freund und Verbündeter sei ausgerechnet der Narbensammler.
Noch nicht ganz überzeugt macht sich Jaarn mit dem Narbensammler, der viele Namen trägt, auf den beschwerlichen und gefährlichen Weg. Besonders der Erbe des Keilers trachtet ihm nach dem Leben, denn wenn Jaarn beseitigt ist, wäre er Herrscher über sämtliche Königreiche. Außerdem möchten viele den Frieden nicht, zu lukrativ ist das Geschäft mit dem Krieg. Jaarn lernt merkwürdig Leute kennen, die alle irgendwie mit dem Narbensammler zu tun haben und ihnen auf ihrem Weg helfen. Er freundet sich immer mehr mit dem Narbensammler an, wird aber nicht schlau aus ihm. Es leuchtet ihm auch nicht ein, warum er ihm überhaupt hilft, denn er kann nicht erkennen, welchen Profit der Narbensammler davon hat.
Das Ende Ende ist etwas kryptisch, läßt einige Fragen offen und ist für mich nicht befriedigend genug.