Überraschend

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Das Cover zeigt einen idyllischen Wald, dessen Bedeutung im Laufe des Buches immer deutlicher wird. Idyllisch ist die Geschichte jedoch nicht. Zu Beginn reihen sich unschöne und überraschende Vorfälle aneinander, sodass sehr schnell eine Spannung entsteht anhand derer man das Buch nicht weglegen kann.

Der Protagonist Charlie, 19, ist der Sohn zweier Künstler. Geerbt hat er einen Herzfehler, eine gute Nase und eine ziemlich schräge Familie. Letztere besteht aus vielen skurrilen Personen, die man ins Herz schließen muss.
Um eine Liebesgeschichte kommt man natürlich nicht drum rum, demnach lernt man früh Mayra kennen, seine Jugendliebe.

Wir lernen Charlie nur langsam, durch Erzählungen seiner Vergangenheit, kennen. Der Autor gibt die Informationen stückweise, sodass man zwar immer Neues entdeckt, doch weiterhin das Bedürfnis hat weiter zu lesen.
Das gesamte Buch ist in einem eher nüchternen Ton geschrieben und beinhaltet Abschnitte mit nicht jugendfreien Begriffen. Dies macht Charlie zum Teil sympathischer, es hat mich zum Teil aber auch gestört. Die Emotionen kommen allerdings nicht zu kurz, da alles sehr detailliert beschrieben wird. Vielleicht sind 700 Seiten ein bisschen viel, aber die langen Beschreibungen machen einen Roman nun mal aus, weswegen ich Bücher dieses Genres oft nicht zu Ende lese. In diesem Fall kann ich nur empfehlen dran zu bleiben. Zum Schluss befindet man sich wieder in Charlies Gegenwart und das Ende ist nochmal mit Überraschungen gefüllt, mit denen mich der Autor dann doch noch überzeugen konnte.