Unerwartet gut bis zur letzten Seite

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"Das eiserne Herz des Charlie Berg" von Sebastian Stuerz ist ein Schmöker von fast 720 Seiten und spielt in den 90´iger Jahren in Piesbach (von Einheimischen auch Pisse genannt, wie ich gelernt habe). Der Autor erzählt hier in einer kurzweiligen, spannenden und nicht abflachenden Weise den teilweise sehr skurrilen Lebensweg des Charlie Berg und lässt hier auch andere Charaktere, wie z. B. seine mexikanische Jugendliebe Mayra, seinen sexbesessenen besten Freund David, seine alkoholkranke Mutter, seinen immer bekifften Vater und auch viele, viele andere Personen nicht zu kurz kommen. Der Schreibstil wirkt, als hätte sich der Autor in jede seiner vielen Figuren hineinversetzt und seine Gedankengänge fantasievoll zu Papier gebracht.

Auch wenn der Autor hier ab und zu Handlungen beschreibt, die aus meiner Sicht grenzwertig sind, muss ich sagen, dass mich das Buch bis zur letzten Seite voll mitgenommen hat. Bis zum Ende bleibt eigentlich unklar, warum der Titel des Buches „Das eiserne Herz des Charlie Berg“ heißt.

Mit vollen fünf Sternen empfehle ich das Buch weiter. Zwar sehr umfangreich aber trotzdem sehr unterhaltsam und kurzweilig!