Véronique Olmi - Das Glück, wie es hätte sein können

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hasewue Avatar

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Inhalt:

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Als Suzanne in Serges Haus in Montmartre kommt, um das Klavier seines Sohnes zu stimmen, bemerkt er sie zunächst gar nicht. Hat er nicht alles, wovon ergeträumt hat: Erfolg in seinem Beruf als Immobilienmakler, eine attraktive, viel jüngere Frau, zwei reizende Kinder? Dennoch beginnt er Suzanne zu folgen, sobalder sie zufällig wiedersieht, wartet Stunden im Regen vor ihrem Haus. Was verbindet ihn mit dieser Frau, die weder jung noch schön ist, ein ganz anderes Lebenführt und warum öffnet sie ihm ohne zu zögern dieTür? Bald treffen sich die beiden Liebenden an unmöglichenOrten, in leerstehenden Wohnungen; bald beginnen sie sich Dinge zu erzählen, von denen kein anderer weiß bis Serge ein lange gehütetes Kindheits- geheimnis aufdeckt, das sein Leben änderte. Um eine amour fou und versteckte, verleugnete Wahrheiten geht es in Véronique Olmis neuem Roman, um Musik und die Schlüsselpunkte, an denen ein Leben urplötzlich aus dem Takt gerät und der nächste Schritt, der richtige Ton über
alles entscheidet.



Meine Meinung:

Suzanne ist von Beruf Klavierstimmerin. Als sie Serge zum ersten Mal begegnet, bemerkt er sie gar nicht. Dieser hat ein scheinbar perfektes Leben: vermögend, zwei reizende Kinder, erfolgreich und eine viel jüngere Frau. Doch als er Suzanne zum ersten Mal wahrnimmt, fühlt er sich zu ihr hingezogen und beginnt ihr zu folgen. Suzanne ist das genaue Gegenteil seiner jungen, attraktiven Frau, dennoch fasziniert sie ihn auf eine Weise, die er sich selbst nicht erklären kann.
Die beiden werden zu Liebenden und Serge öffnet sich ihr gegenüber wie er es noch nie in seinem ganzen Leben getan hat.
Von Véronique Olmi habe ich bisher noch nichts gelesen, aber schon auf den ersten Seiten von „Das Glück, wie es hätte sein können“ überzeugt und begeistert sie mich. Mit nur wenigen Worten hat sie es geschafft mich in die Geschichte zu ziehen und eine Atmosphäre zu erschaffen, die so typisch französisch und Paris ist wie sämtliche Filme und Bücher über diese wunderschöne Stadt.
Man lernt Serge und Suzanne kennen, wobei Suzanne eher ein Mysterium bleibt und trotz der Einblicke in das Leben der beide, besteht eine gewisse Distanz zu ihnen.
Olmis Sprache ist sehr anschaulich und ansprechend, die Atmosphäre dicht und der jeweiligen Erzählsituation angepasst.
Es ist ein ruhiges Buch mit einem tiefen Sog, das mich faszinieren und begeistern konnte. Ein Buch, das mit wenig auskommt und lange nachhallt. Olmi ist für mich jetzt schon meine Leseentdeckung des Jahres.

5 von 5 Sternen!