Ein gemischter Thriller

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toebi Avatar

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Veit Etzold hat sich mit seinem Debütthriller eine Menge vorgenommen und hat daher viel Material zusammengetragen. Es ist kein reiner Wirtschaftsthriller, aber auch kein reiner Kirchenthriller. Etzolds Berufserfahrungen aufgrund seiner Tätigkeiten als Unternehmensberater für ein namenhaftes Consulting Unternehmen spiegeln sich auch in diesem Thriller wider. Die Beratersprache findet sich 1:1 in einigen Dialogen wider und Leser, die dieser Sprache nicht mächtig sind, tun sich hier vielleicht etwas schwer. Erläuterungen, Fußnoten oder ein Glossar sind leider nicht vorhanden.

Einige aktuelle wirtschaftliche Themen werden jedoch sehr einfach erklärt. Die unterschiedlichen Schauplätze, die von Kapitel zu Kapitel zwischen Berlin, London, Rom und New York wechseln, machen die Handlung zusätzlich spannend, da sie verschiedene Handlungsstränge verbinden. Ausgeübte wirtschaftliche Macht in Verbindung mit kirchlicher Macht plus eine Prise Kunstkenntnisse und –verständnis weben die Handlung des grossen Tieres.

Aus meiner Sicht teils interessant, weil brandaktuelle Themen angesprochen werden und andererseits phasenweise doch zu langatmig, weil das Geflecht der unterschiedlichen Themen zu groß ist. Mein Fazit daher, lesenswürdig, aber etwas Geduld mitbringen.