Kein Liebesschmöker für Mutti

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valeriefallera Avatar

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Mich hat dieses Buch von J. L. wieder einmal sehr gefesselt. Wer denkt, das ist ein "Liebesschmöker" der hat sich gewaltig getäuscht.
J. L. hat hier eine Familiengeschichte - oder einen Gesellschaftsroman - über die Zeit der 2 Weltkriege geschrieben, die mit Liebe, Hass und Kritik an dem strengen, englischen Standesdünkel nicht spart.
In unserer Zeit sind diese Zustände eigentlich unvorstellbar, gehört man nicht zu den königlichen Blaublütlern, aber damals - am Beginn des 20. Jahrhunderts, war eine unstandesgemäße Heirat oder gar ein uneheliches Kind, Grund genug, von der sogenannten feinen Gesellschaft ausgeschlossen zu werden.

Und genau das Thema ist in diesem Roman wirklich hervorragend zur Sprache gekommen. Wie sich erst Isabel, dann deren Kinder über alle Zwänge hinweg setzen, wie sie leiden, lieben und sich ängstigen - schöner, anschaulicher und dabei noch spannend, kann man einen "Liebesschmöker" gar nicht schreiben.
Ein Pageturner von der ersten bis zur letzten Seite!

Ich bin sowieso ein Fan von J. Lennox - und werde es wohl nach diesem Buch immer bleiben.