Ungewöhnliches Madchen

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hatschepsut Avatar

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Das Cover paßt gut zu der Story auf dem man ein Mädchen sieht, daß ein wenig verloren aussieht. Irgendwie ist Carmel das auch, auch als sie noch bei ihrer Mutter wohnt, denn sie ist anders und verträumt und manchmal in sich gekehrt. Der Einband umschließt die Blätter des Buches, was ich so bisher noch nicht gesehen habe. Ich finde das interessant und schön. Dei Story ist abwechselnd aus der Sicht von Carmel und ihrer Mutter geschrieben, so daß man immer an beiden Gefühlswelten und Leben teilhaben kann und sieht, wie sie sich entwickeln. Ich finde die Story ist herzergreifend und trotz des schweren Themas einerseits sehr berührend, andererseits aber leicht geblieben.
Seit Beth und Paul sich getrennt haben, lebt Beht alleine mit der gemeinsamen Tochter Carmel. Sie ist ein ungewöhnliches Kind, schlau, aber sehr verträumt und sie weiß manchmal einfach Dinge, die sie noch gar nicht wissen kann. Sie fängt Stimmungen auf und kann anderen helfen sich besser zu fühlen. Beth hat eigentlich immer Angst, daß sie Carmel verlieren könnte und als Carmel ihr sagt, daß sie nicht immer zusammen sein könnten, brennt sich ihr der Satz ein. Ein paar Taga nach Carmel´s Geburtstag machen die beiden eine Ausflug in einen Irrgarten. Plötzlich ist sie verschwunden. Als die völlig aufgelöste Mutter nach ihr sucht, findet sie sie unter einem Baum, unter dem Carmel eingeschlafen ist, Seit dem ist die Angst sie zu verlieren noch größer geworden.
Als die beiden mal wieder einen Ausflug zu einem Event machen, bei dem Märchen erzählt werden passiert das unvorstellbare und Carmel verschwindet tatsächlich. Carmel hat sich unter einem Tisch versteckt um dort für sich mit den Büchern zu sein und als sie wieder hervorlugt, ist ihre Mutter weg. Da spricht sie ein Mann an, der genauso aussieht, wie der Mann, den Carmel zu Hause noch gemalt hat. Er behauptet er sei ihr Großvater und ihre Mutter hatte einen Unfall und sie müsse erstmal mit ihm mitkommen. Da ihre Mutter seit Jahren keinen Kontakt zu ihren Eltern hat, kennt sie ihren Opa nicht und glaubt dem fremden Mann. Er bringt sie zu einem großen verlassenen Haus, in dem noch eine Frau wohnt und erzählt ihr, daß ihre Mutter so schwer krank ist, daß sie sie nicht besuchen können. Ihr Vater habe gesagt, er habe jetzt eine neue Familie und sie sollt bei ihrem Großvater bleiben. Später sagt er ihr, daß ihre Mutter tot sei, was ihr fast den Verstand raubt. Sie fügt sich in ihr Schicksal, denn es bleibt ihr gar nichts anderes übrig. Sie versucht sich immer wieder ins Gedächtnis zu rufen, wer sie ist und wie es zu Hause gewesen ist, um sich nicht selbst zu verlieren.
Ihre Mutter geht fast zugrunde bei dem schmerzhaften Verlust. Sie kann nicht glauben, daß Carmel tot ist und gibt die Suche nie auf. Sehr langsam versucht sie ihr Leben wieder in den Griff zu kriegen. Nach und nach nähert sie sich ihrem Exmann Paul und auch seiner neuen Freundin an und die drei werden richtige Freunde und eine Stütze füreinander. Aber Carmel ist immer präsent in Beth´s Leben und insgeheim sucht sie immer weiter nach ihr.