Eher enttäuschend

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lorbeerchen Avatar

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Mhairi ist 14 Jahre alt und aufgrund ihrer Lebensumstände kälter und härter, als man es von einem Teenager in diesem Alter erwartet. Die Welt, das "Danach" ist geprägt von Angst, Gewalt und Überlebenswillen. Mhairi ist auf sich allein gestellt, immer auf der Suche nach Nahrung, Wasser und Schutz, auf ihrem Weg nach Norden. Dann trifft sich auf einen Jungen, der ebenso alleine ist und nimmt ihn mit. Das Buch ist durchzogen von aktuellen und brisanten Themen, so wird der Umstand der Überbevölkerung und auch der Flucht behandelt. Nancy Singer hat sich also allerlei vorgenommen. Ich konnte mit der Geschichte leider so gar nicht warm werden. Der Schreibstil ist gewöhnungbedürftig, oft werden Sätze mittendrin unterbrochen und Gedanken der Protagonistin somit nicht fortgeführt. Die Intention dahinter kann ich nachvollziehen, aber es störte doch sehr den Lesefluss. Auch habe ich mir mehr Aufklärung bzgl. "Davor" gewünscht. Man erfährt so gut wie nichts aus der Zeit davor. Wie konnte es zu dem "Danach" kommen, wie lebten die Menschen im Davor. Viele Fragen, wenig Antworten. Eine interessante und aktuelle Idee, aber die Umsetzung war für mich eher enttäuschend.