Gemischte Gefühle

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magdarine Avatar

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Kevin Brooks ist der Autor meiner Jugend gewesen. Ich habe Candy, Lukas, Martyn Pig, Kissing the Rain uvm. bis heute im Regal stehen. Entsprechend glücklich war ich auch, als mir ein Rezensionsexemplar zugelost wurde.

Das Cover ist sehr schön und ansprechend gestaltet, es passt zum Inhalt und trifft meiner Meinung nach die Mitte zwischen Jugendbuch und Buch, das auch von Erwachsenen gelesen werden kann. Es wirkt nicht sehr kindlich.

Nicht kindlich ist auch der Inhalt. Wir begleiten ein Hundskind von Kampf zu Kampf, in einer Ödnis, in einer Dystopie.
Die wahre Dystopie ist jedoch die Sprache, denn, es wird auf Kommata verzichtet. Mir persönlich hat das gar nicht gefallen und ich habe mich auch nicht daran gewöhnt. Es hat mich unheimlich angestrengt und ist für mich ein großes Manko der Lektüre.
Ja, die Handlung ist spannend und das bereits ab den erste zehn Seiten, aber die Spannung wird vor allem durch Rohheit und Gewalt aufrecht gehalten und das ist etwas, das ich auch bei Filmen nicht gut ertrage: Wenn erbarmungslos draufgehalten wird. Brooks ist nicht dafür bekannt, ein Blatt vor den Mund zu nehmen, aber ich finde an einigen Stellen hätte etwas weniger Explizitheit nicht geschadet.

Ich habe das Buch gerne gelesen, aber dennoch beende ich die Lektüre mit gemischten Gefühlen. Vielleicht war es das Thema, die Sprache, meine hohen Erwartungen oder etwas Anderes.. aber für mehr als 3 Sterne reicht es für mich persönlich nicht.