Nicht mein Ding, leider

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Leerer Stern Leerer Stern
himmelskeks Avatar

Von

Bereits die Leseprobe war ja schon außergewöhnlich. Jeet muss als Dogchild, aufgewachsen bei den Wölfen in der Einöde, seinem Clan dabei helfen, die verfeindeten Dau zu hintergehen, sich bei ihnen einzuschleichen, um das Überleben seiner Leute für den Kampf, der unmittelbar bevorsteht, zu sichern.
Was diese dystopische Erzählung allerdings prägt, ist die vereinfachte Sprache, in der erzählt wird. Man hat auf Kommas verzichtet, generell Zeichensetzung innerhalb der Sätze, um die schwierige Situation der neuen Zeit darzustellen.

Das hat mir in der LP noch sehr gut gefallen, weil es mal was neues und eine gute Idee war. Allerdings wurde es mit der Zeit immer mühsamer, den Lesefluss aufrecht zu erhalten, besonders in Dialogen haben mir die Anführungszeichen gefehlt und ich wurde dem Gewusel irgendwann gedanklich nicht mehr Herr der Lage.

Die Geschichte an sich war spannend, ich habe Jeet gern begleitet. Seine Denkweise war ungewöhnlich aber interessant. Ich habe mit ihm mitgefiebert, zumindest bis der Schreibstil es zusehends anstrengender für mich gemacht hat.
Ich hätte mehr von dem Buch erwartet und das, was es zunächst so besonders gemacht hat, hat sich für mich zuletzt als größte Schwäche herausgestellt.