Tolle Idee

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vormy Avatar

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Ich muss zugeben, dass mich die völlig fehlende Interpunktion, es gibt keine Kommata und auch keine wörtliche Rede, sehr irritiert hat. Deswegen habe ich auch etwas länger für dieses Buch gebraucht.
Die Idee hinter den fehlenden Satzzeichen verstehe ich gut und es passt gut zur Geschichte. Denn die spielt in einer sehr düsteren Zukunft nach unserer Zeit. Die Menschen kämpfen nur noch ums nackte Überleben und Schulbildung gibt es nicht mehr. Die wenigsten können lesen und schreiben
Dieser Eindruck soll damit für den Leser präsent sein.

Mir gefällt die Idee hinter dem Buch sehr gut, auch wenn es manchmal schon ziemlich brutal ist. Wir erleben die Geschichte aus Jeets Augen, der seine ersten 3 oder 4 Lebensjahre trotzdem er ein Mensch ist in einem Rudel wilder Hunde. Ein toller Blickwinkel, sehr rasant und so kann er alles um ihn herum gut erklären und auch die Gedanken und Gefühle rüberbringen, die ein so genanntes "Hundskind" hat.
Auch wie er "rehumanisiert" wurde wird angerissen.

Grundsättlich hat mir das Buch gut gefallen.
Ich habe mich nur mit der fehlenden Interpunktion sehr schwer getan, obwohl mir die Erklärung einleuchtet und ich auch diese Idee gut finde.
Dafür ziehe ich 0,5 Sterne ab.
Die anderen 0,5 Sterne sind mir zu brutal gewesen.