Der Fluch der Seherin

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julou Avatar

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"Der Fluch der Seherin" spielt im 14. Jahrhundert in Schottland und im Jahre 1999 in Köln. Im 14. Jahrhundert wird der 10- jährige Sean von einer Frau verflucht. Grund hierfür ist, dass sein Onkel den Sohn und Ehemann der Frau für seine Armee rekrutiert. Der Fluch soll verhindern, dass er mit seiner großen Liebe zusammen sein kann. Wenig später stirbt die Frau und hinterlässt eine kleine Tochter, Iseabail. Adam, der seine Frau verloren hat und sein ungeborenes Kind, nimmt sich Iseabail an und zieht sie groß. Im Erwachsenenalter treffen sich Sean und Iseabail wider und verlieben sich ineinander, konnten sie doch seit ihrer Kindheit den anderen nicht vergessen. Kurz vor der Hochzeit der beiden löst sich Sean in Luft auf. Er findet sich im Jahre 1999 in Köln wieder und trifft dort auf eine verständnisvolle Krankenschwester, die ihm sofort glaubt, dass es sich bei Sean um einen Zeitreisenden handelt. Sie bringt ihn zu ihrer Freundin Sarah, die eine besondere Verbindung zu Schottland zu haben scheint und sich nun um ihn kümmern soll. Sowohl im Jahre 1999, als auch im 14. Jahrhundert wird nun versucht den Fluch aufzulösen. Wie genau dies passieren kann, würde jetzt zu viel vorwegnehmen. Aber dass ein Happy End bevorsteht, kann schon gesagt werden.
Der Schreibstil der Autorin hat mich nicht 100%ig überzeugt. Er ist einfach, flüssig, aber die Beschreibungen sind wenig anschaulich und eher sehr platt. Der Titel und das Cover haben bei mir andere Erwartungen geschürt, aber um die Seherin ging es eigentlich nicht bzw. nur am Rande. Die Handlung hätte meiner Meinung nach auch noch etwas mehr Ausgestaltung benötigt, so war diese doch sehr oberflächlich und ein wenig kitschig. Die Charaktere waren auch nicht tiefgründig angelegt. Alles in allem würde ich sagen, "Der Fluch der Seherin" ist ein kurzweiliges Lesevergnügen, wenn man Liebesgeschichten mag, hat aber wenig mit historischen Romanen zu tun. Drei Sterne für die Idee von mir.