Zeitreidende

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Das Buch entführt den Leser zunächst ins Schottland des 14 Jahrhunderts. Sean ist stolz darauf mit seinem Großonkel Lemand loszureiten und nicht ganz Freiwillige als Soldaten zu rekrutieren, die Schottland im Unabhängigkeitskrieg gegen England vertreten sollen. Er soll erste Erfahrungen sammeln und das Kriegshandwerk lernen. Mit seinem kleinen Schwert sitz er auf seinem Pony und wird Zeuge davon das der Krieg gar nichts so glorreich ist. Bei der Hütte der Seherin und Heilerin Morag nimmt Lemand und Gefolge dann auch deren Mann und Sohn mit. Morag ist verzweifelt und wütend und will sich an Lemand rächen. Sie nimmt all ihre Kräfte zusammen und spricht einen Fluch aus. Der jedoch trifft den unschuldigen Sean. Da hilft es auch nichts dass Sean fortan nichts mehr von Waffen und Krieg wissen will und unehrenhaft von seinem Onkel zuhause abgeliefert wird. Er fällt in Ungnade bei seinem Vater der ihn schon als Held gesehen hat.
Kurze Zeit später stirbt Morag, zu viel war der Verlust von Mann und Sohn und der Kräftezehrende Fluch. Sie lässt ihre Tochter Iseabail alleine zurück. Vater und Bruder sterben bei der Reise in den Krieg. Zuvor lernen sie Adam kennen und bitten ihn sich um Iseabail zu kümmern. Iseabail lernt die Heilkunst und bald schon macht sie sich einen Namen damit. Sie könnte ganz zufrieden mit ihrem Leben sein, wenn sie im Traum nicht immer wieder Seans Augen sieht, ohne sich etwas darunter vorstellen zu können. Doch Seans Vater erkrankt schwer. In seiner Verzweiflung macht sich Sean auf die lange Reise zu Iseabail, die die letzte Chance für seinen Vater darstellt. Schnell verlieben sich die Beiden. Doch als sie heiraten wollen trifft der Fluch Morags Sean mit aller Härte. Er verschwindet und Iseabail und Adam tun alles um das Rätsel um den Fluch zu lösen.
Sean landet unterdessen in Köln- im Jahr 1999 und ist von allem restlos überfordert. Miriam und ihre Freundin Sarah erkennen sein Schicksal und versuchen ihm zu helfen. Doch es wird ein langer beschwerlicher Weg und die Zeit ist knapp.
Eine schöne Erzählung über Zeitreisende und ihre Erlebnisse. Natürlich darf der Hinweis auf Jamie und Claire Fraser nicht fehlen- warum eigentlich werden sie bei jedem Roman über Zeitreisende erwähnt? Schade. Gegen Ende wird mir die Handlung etwas zu oberflächig, nicht zu vergleichen mit den Frasers, da fehlen 1000 Seiten, macht ja eigentlich auch nichts aber ein bisschen Tiefgang vermisse ich einfach.
Das Cover wirkt mystisch und passt somit gut zu der Handlung.