Wildes Mädchen

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Eine windschiefe Hütten mitten in der Marsch, abseits von den Menschen. Einsam. Kya ist sechs, als ihre Mutter nach dem Frühstück das Haus verlässt, nicht zurückblickt und ihre Familie verlässt. Kya kann es nicht glauben und wartet auf den Verandastufen, dass ihre Mutter zurückkehrt. Als sie sich nach einigen Tagen eingestehen muss, dass sie verlassen wurde, packen auch ihre andere Geschwister ihr karges Hab und Gut und verlassen die Hütte im Marschland. Sie bleibt zurück mit ihrem trinkenden Invalidenvater, der mit seinen Wutausbrüchen und der herrschenden Gewalt Schuld an dieser Situation hat. Irgendwie schafft es das kleine Mädchen, sich im Schattendasein zu bewegen und mit ihrem Vater halbwegs friedvoll zu leben, als Chase Andrews tot im Marschland aufgefunden wird... Die Dorfbewohner sind sich einig: das wilde Mädchen aus dem Marsch muss es gewesen sein.

"Der Gesang der Flusskrebse" - der Titel hat mich sofort gefangen genommen und ich musste mir diese Leseprobe genauer anschauen. Eine wilde, raue Atmosphäre, die als Szene für die Handlung gilt, und ein außergewöhnliches, mutiges Mädchen, welches den Widrigkeiten des Lebens trotzt. Delia Owens schafft es mit einer wunderschönen Sprache den Leser in eine völlig fremde Welt zu entführen, ihn auf eine Reise ins Marschland mitzunehmen und Kyas Schicksal hautnah zu erleben. Ein toller Roman, der bereits mit den ersten Seiten überzeugt und neugierig macht, wie Kya sich durchs Leben kämpft und was es mit dem Tod des Jungen auf sich hat.