Flucht

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Sophia Farago entführt uns mit ihrem neuen Buch nach England, zu Beginn des 19.Jahrhunderts. Die Familie des verstorbenen Viscounts of Panswick muss leider feststellen, dass der edle Viscount ein sehr schlechter Gutsmanager war - das Geld verspielt, das Anwesen in schlechtem Zustand. Der Sohn ist auf einem Elitecollege und bekommt das grosszügige Erbe seiner Oma erst bei seiner Volljaehrigkeit ausbezahlt. Nun müssen die Töchter das dringend fehlende Geld "erheiraten". Die jüngste ist noch zu jung, aber Frederica ist schon über 20 - laengst in einem Alter, wo man in London in die High Society eingeführt wird- und dabei möglichst auch einen Ehemann findet. Die kluge Mutter verfügt jedoch, dass die Zweitaelteste als erste in die Gesellschaft eingeführt werden soll, da sie durch ihre bezaubernde Schönheit grössere Chancen auf einen reichen Ehemann hat.
Natürlich kommt alles ganz anders, die zwei lieben Maedchen vom Lande kommen im hartherzigen London fast unter die Raeder. Aber das Schicksal meint es sehr gut mit ihnen und am Schluss sind alle sehr, sehr glücklich und das Landgut gerettet...

Was sollen wir mit so einem Buch? Frau Courths-Maler hatte mit solcher Lektüre vor ca. 100 Jahren grossen Erfolg und wer darauf steht, kann sich ja so was besorgen, das steht sicher bei mancher Oma noch rum.
Trotzdem habe ich zwei ganz besonders friedliche Abende mit dieser Lektüre gehabt, völlig entrückt vom schnöden Dasein, abgelenkt von Flüchtlingskrise und Unfrieden in der Welt. Die Antwort auf "was will uns dieses Buch sagen" ist ganz einfach: gar nichts. Es ist nur ein Buch für ganz bestimmte Situationen, wenn man so gar nichts mehr wissen will von dieser Welt.
Da dieses Buch genau in so einem Moment in meine Haende kam (auf meinen e-Reader) bekommt es 4 Sternchen!