Verliebt und verloren

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yakari Avatar

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„Der Himmel ist ein Fluss“ - ein ergreifender Roman, der eine tragisch, schöne Liebesgeschichte vor historischem Hintergrund erzählt.
Minna ist eine junge Landarbeiterin in Masuren. Doch sie ist anders. Statt mit den heiratswilligen Mädels über die Dorfstraße zu flanieren und nach jungen Männern Ausschau zu halten, liebt sie es, den Wald ganz allein zu durchstreifen. Eines Tages lernt sie dort den polnischen Vogelkundler Gwidon kennen. Doch er ist verheiratet. Trotzdem kommen beide sich näher, sind voneinander fasziniert. Um Gwidon nahe zu sein, nimmt Minna eine Stelle als Haushaltshilfe in Allenstein an. Die Liebenden treffen sich an verschwiegenen Orten, doch sie schweben in großer Gefahr, denn die Liebe zwischen einer deutschen Frau und einem Polen ist nicht erlaubt.
Minna kommt wegen „Rassenschande“ ins Gefängnis, für 4 Jahre. Diese hinter sich gebracht, will sie einen Neuanfang starten mit ihrem Sohn Siegmund. Doch soweit soll es nicht kommen. Sie wird erschossen.
Der Autorin Anna Kaleri ist ein Meisterwerk geglückt. Sie schreibt die Geschichte ihrer Großmutter, die ebenfalls 1945 erschossen wurde, wie sie hätte stattgefunden haben können. Das Buch ist sehr einfühlsam und anschaulich geschrieben. Man fühlt förmlich mit.