Nachkriegszeit in Köln

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Juli 1947: Eine Gutbesitzerin wird auf ihrem Hof im Bergischen Land brutalst ermordet aufgefunden. Friederike Matthée wird zu dem Fall hinzugezogen, auch wenn das dem Beamten vor Ort nicht besonders gut gefällt. Für ihn scheint der Fall klar zu sein, da eine junge Frau mit einer Schusswaffe in der Hand neben der Leiche aufgefunden wurde. Als Friederike mit der jungen Frau allein ist, beteuert diese jedoch ihre Unschuld und Friederike ist hin- und hergerissen, ob sie ihr nun glauben soll, oder nicht. Nachdem heraus kommt, dass die Tote in der Kriegszeit eine Mitschuld für die Einweisung junger Mädchen in "Erziehungslager" trug, wird klar, dass der Fall wohl doch nicht so einfach wird, wie der Kollege anfangs angenommen hatte.
Auch Richard Davies von der Royal Military Police wird für einen Fall zurück nach Deutschland gerufen. Hängen die beiden Fälle irgendwie zusammen?

Ich habe den ertsen Teil der Reihe ("Echo der Toten") leider nicht gelesen, werde das aber ganz schnell nachholen, denn das Buch "Der Hunger der Lebenden" hat mich voll in seinen Bann gezogen.
Die Autorin hat es geschafft, den Spannungsbogen schon von Beginn an aufzuziehen und dem Leser ein eindrückliches Bild der Nachkriegszeit in der Kölner Umgebung zu vermitteln. Die Charaktere werden gut beschrieben und der Fall bleibt bis zur Auflösung spannend, was unter anderem auch an den unterschiedlichen Erzählperspektiven liegt, die mir sehr gut gefallen haben.

Mein Fazit:
Ich kann dieses Buch nur empfehlen und würde mich sehr über eine Fortsetzung freuen :)