Drama unter Musikern

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Leerer Stern Leerer Stern
jasmina Avatar

Von

Jule Sommer, Reporterin des Rolling Stone Magazins, besucht ein ehemaliges Mitglied der Band Klarstein, Sebastian Winter. Sie erhofft sich eine großartige Geschichte, denn 1977 gab es ein bis heute nicht aufgeklärtes Verbrechen. Jerome, der Sänger der Band wurde erschossen in der gemeinsamen Villa gefunden. Verdächtig ist Zed, die verschwundene Drummerin der Band. Winter, der lange Zeit nicht von seiner Ursprungsversion der Geschichte abwich, ist erst heute bereit den ganzen Ablauf zu erzählen. Ab jetzt beginnt eine langatmige Schilderung des Tontechnikers Sebastian Winter, immer wieder unterbrochen durch Sprünge zurück in die Gegenwart, in welchen meist nur die Angst der Reporterin, das Interview könnte vor vollständiger Aufklärung der Ereignisse abgebrochen werden, wiederholt wird. Die Zeitsprünge in verschiedene Zeiten der Vergangenheit verwirren etwas. Außerdem störte mich der häufige Wechsel der Erzählperspektive von einer Person zur anderen, oft sogar innerhalb eines Gesprächs. Leider ahnt man auch schon sehr bald welche der beteiligten Personen der Mörder war und so hätte es diese lange Ausdehnung der ziemlich uninteressanten Handlung nicht wirklich gebraucht. Die ausführliche Schilderung der Beziehungen der Bandmitglieder zueinander sagt dem Leser wenig über das wahre Mordmotiv und soll wohl nur in eine falsche Richtung (Eifersucht) weisen. Für Musiker mögen die Schwierigkeiten unter den Bandmitgliedern sowie die Aufnahmetechniken etc. vielleicht interessant zu lesen sein, ich hatte mir nach der Leseprobe einen anderen Einblick in diese musikalisch bedeutende Zeit erhofft. Aus dem Cover hätte man auch etwas mehr machen können. Der wichtige Ring ist kaum zu sehen. uns hier Deine Meinung zum Buch