Knisternd, aber teilweise auch langatmig

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ochocinquo Avatar

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Sebastian Winter, Jule Sommer, Klarstein, der Song "Sommer" - es wirkt alles nett abgestimmt. Jule Sommer reist auf eine griechische Insel um den damaligen "Mann hinter dem Mischpult" im Auftrag ihres Musikmagazins zum Tod des damaligen Frontmannes der Band "Klarstein", Jerome, zu interviewen, da es scheinbar neue Erkenntnisse gibt. Über 30 Jahre ist der Vorfall her und wurde nie wirklich aufgeklärt. Der Roman beginnt mit einem leichten Vorgeplänkel, der u.a. eine leichte erotische Spannung erzeugt, die im Laufe des Romanes bleibt, aber sich nicht entlädt. Statt dessen gibt es einen Einblick in die Musikszene, über die Arbeit von jungen Menschen, die an ihre Musik glauben und an ihren Erfolg. Menschen, die daran zerbrechen, wie Sven, der dem Drogentod erfährt, Herb, der danach erfolgreicher Produzent wird, ebenso wie Winter, der in der Abgeschiedenheit der griechischen Insel ein Tonstudio führt. Eine Hauptrolle dabei spielt Zed, die Drummerin der Band. Über den wahren Hintergrund, warum der Leadsänger Jerome umgebracht wurde, und vor Allem von wem, erfährt man erst am Schluss, der Roman bereitet ganz langsam darauf vor, meiner Meinung nach teilweise zu langatmig, mit zu viel Details zum Aufenthaltsort und mit einigen verwirrenden kleinen Zwischengeschichten. Für Musikfans sicherlich nicht unattraktiv, für Krimifans eher langweilig.