Der Mann, der den Regen träumt

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Kurzbeschreibung von amazon.de:
Wie Kreide, vom Regen zu einem weißen Schleier verwaschen, begannen seine Umrisse zu verschwimmen und seine Konturen schwanden, beinahe unmerklich. Im einen Moment sah Elsa einen Mann vor sich und im nächsten nur noch eine graue Silhouette. Seine Haut wurde zu Nebel. Die Sonne hinter ihm ließ ihn erstrahlen und umrahmte ihn mit ihrem goldenen Schein, bis er nichts mehr von einem Mann an sich hatte, sondern immer mehr einer Wolke glich, die durch Zufall die Form eines Menschen angenommen hatte." Finn ist kein gewöhnlicher Mann, ihn umgibt ein Geheimnis. Es ist der Grund für sein Einsiedlerleben und der Grund, warum die Einwohner von Thunderstown ihm nicht wohlgesinnt sind. Doch trotz aller Gerüchte und Anfeindungen hält Elsa zu Finn. Gemeinsam versuchen sie, ihre Liebe gegen all die Widerstände zu behaupten.

zum Inhalt:
Elsa ist nach dem Tod ihres Vaters nach Thunderstown gekommen um neu anzufangen. Dieses Städtchen scheint wie geschaffen für sie doch seltsame Dinge gehen hier vor. Das Wetter scheint an diesem Ort viel greifbarer als anderswo und dann lernt Elsa auch noch den fremdartigen Einsiedler Finn kennen. Finn hat eine ganz besondere Geschichte und die beiden müssen sich gegen die Vorurteile in der Dorfgemeinschaft behaupten.

Meine Meinung:
Ich habe das Buch vor zwei Tagen beendet und ich muss sagen, es fällt mir immer noch schwer eine eindeutige Meinung darüber zu fällen. Der Schreibstil hat mich auf jeden Fall verzaubert. Ich konnte wirklich träumen von Thunderstown und seinen Bergen. Die Umgebung wurde so hautnah und atmosphärisch beschrieben, dass ich mich manchmal fühlte, als wäre ich wirklich dort. Elsa und Finn sind sehr sympatische Charaktere bei denen man von Anfang an hofft, dass es ein gutes Ende nimmt aber mit Daniel, Kenneth und Dot sind Ali Shaw auch ein paar wirklich liebenswerte Nebencharaktere gelungen. Besonders sie alte Nonne Dot und Kenneth habe ich sehr ins Herz geschlossen. Die Idee, die hinter dem Buch steckt finde ich großartig. Für mich hatte das Wetter, und besonders Unwetter, schon immer etwas lebendiges und ich habe mit Freude gelesen wie Ali Shaw es in diesem Buch umsetzt und in welche Erscheinungsformen das Wetter schlüpfen kann.
Was mir irgendwie ein wenig zu schnell und widerstandslos ging war die Liebesgeschichte zwischen Finn und Elsa. Ich gönnte den beiden ihr Glück wirklich von Herzen aber Elsa sprach für mich einfach zu schnell von der großen Liebe und warf alle Zweifel über Bord, an diesem Punkt wäre noch mehr Potential in der Geschichte gewesen.
Das Finale fand ich wiederum großartig. Zum Ende wurde die Geschichte wahrhaftig zu einem Gewittersturm und hat mich nicht mehr aufhören lassen.

Fazit: Ein Buch mit großartigen, atmosphärischen Beschreibungen und einer tollen Idee, dem ein paar Konflikte mehr auf der Seite von Elsa und Finn aber ganz gut getan hätten. Ich vergebe 4 Sterne und freue mich schon sehr auf "Das Mädchen mit den gläsernen Füßen" das auf meinem SUB gerade ein gutes Stück nach oben gerutscht ist.