Der Mann, der nie Glück hatte

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hatschepsut Avatar

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Das Cover des Buches hat mich gleich interessiert, denn der auf dem Rücken liegende Marienkäfer passt gut zu dem ausweglosen Titel. Der Schreibstil lässt sich gut lesen, allerdings hat die Story mir etwas Kopfzerbrechen bereitet. Man lernt Martin, den Protagonisten recht gut kennen, allerdings switcht die Zeit ständig zwischen Gegenwart und verschiedenen Stadien der Vergangenheit hin und her. Ich kann den roten Faden nicht so richtig erkennen und mir ist manchmal nicht klar gewesen, ob es sich um eine Fantasiewelt oder um eine krankhafte Veränderung in Martins Persönlichkeit handelt. Alles in allem ist mir die Geschichte zu konfus gewesen und ich habe mehrere Anläufe gebraucht - und auch Wochen- , um das Buch endlich zu Ende zu lesen. Ab dreiviertel der Story ist es mir etwas leichter gefallen, aber auch das Ende ist sehr gewöhnungsbedürftig. Wenn es sich um einen Fantasy-Roman gehandelt hätte, hätte ich eventuell einige Dinge besser verarbeiten können, aber es handelt sich um einen reellen Roman, der trotzdem am Rande der Wirklichkeit spielt. Leider muss ich sagen, dass das Buch nicht das Richtige für mich ist.
Martin ist ein Mann um die vierzig, der sich derzeit in einer psychiatrischen Einrichtung aufhält. Ganz langsam, und mit vielen Zeitsprüngen, erfährt man,wie es dazu gekommen ist. Schon als Kind ist Martin anders als andere Kinder. Er hält sich am liebsten alleine auf und beschäftigt sich mit Dingen, auf die er sich alleine konzentrieren kann. Irgendwann fängt er an seinen für andere unsichtbaren Bruder zu sehen. Er spielt mit ihm, unterhält sich mit ihm und wird durch in auf verschiedene Sachen aufmerksam gemacht. Weil er als merkwürdig eingestuft wird, verleugnet er ihn immer öfter.
Dann wird Martin mit circa zehn Jahren bei einem Besuch bei seinem Vater von diesem überredet ihn zu töten. Martin überlegt kurz, sieht den Standpunkt seines Vaters ein und erschießt ihn. Daraufhin kommt er in eine Anstalt für psychisch gestörte Kinder, in der es ihm gut gefällt. Dort lernt er Tamara kennen, die ihm eine gute Freundin wird.
Alles was Martin anpackt wandelt sich irgendwann in etwas Schlechtes. Martin glaubt nicht mehr an das Gute und hält sich auch möglichst von Menschen fern, da er ihnen auch nur Unglück bringt. So nach und nach erfährt man Martins Leben und was ihn letztendlich in der Gegenwart in die Psychiatrie gebracht hat.