Der Preis der Treue

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lesepröbchen Avatar

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"Der Preis der Treue" ist ein ungewöhnlicher Roman. So erfährt der Leser nicht die Namen der Charaktere, dafür einiges über die Vergangenheit von ihnen. Es geht um einen erfolgreichen Geschäftsmann, der trotz Familie und Liebe zu seiner Frau eine Geliebte hat. Sie ist auch die einzige, die mit Namen genannt wird: Alix. Der Geschäftsmann ist in einer Zwickmühle: er liebt sowohl seine Frau, als auch Alix, sollte sich jedoch für eine der eiden entscheiden. Immer wieder denkt er darüber nach, was passieren würde, würde seine Frau beispielsweise das Handy finden, mit dem er mit Alix kommuniziert. Seine Gedankengänge reichen auch immer wieder in die Vergangenhiet zurück: So erfährt der Leser, wie er Alix kennenlernte, aber auch was ihn mit seiner Ehefrau verbindet. Der Roman entpuppt sich immer mehr als ein fortwärender innerer Monolog, den der Geschäftsführer mit sich selbst führt.
Der Schreibstil ist anfangs noch gut gelungen und es macht Spaß mehr über die Dreiecksgeschichte zu erfahren. Es werden aber auch sehr intime Details beschrieben, was ich nicht unbedingt gut finde, da sie in keinster Weise ästhetisch beschrieben sind. Gegen Ende wird der Roman aber immer verworrener und befremdlicher. Das Ende selbst hat mich mit einem großen Fragezeichen über dem Kopf zurückgelassen. Habe ich das richtig verstanden (Vorsicht ab hier Spoilergefahr !!!!!!), dass die Beziehung zu alix nie stattfand, sondern er sie sich nur vorstellt, als er ihr auf einer Party vorgestellt wurde?????