Aufregende Momente, die unter die Haut gehen

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yasemine Avatar

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Dass es Selbstmordtäter gibt, ist leider längst jedem bekannt. Amokläufer. Terroristen. Sie flippen aus und zerstören wahllos Menschenleben.

Die Angehörigen der Opfer erleiden tiefsten Seelenschmerz. Wut und die Gewissheitüber die Unwiederbringlichkeit des alten Lebens mit der geliebten Person gesellen sich ungefragt dazu.

Die Angehörigen des Täters -
Moment mal.
Ja, genau. Die Angehörigen des Täters.
Die gibt es nämlich auch.
Der Täter war vor seiner Tat ja einfach ein Mensch innerhalb eines sozialen Umfeldes. Ganze "normal", egal wie einsiedlerisch er vor sich hin lebte.

Und die Angehörigen eines Täters - in diesem Roman die Eltern - die müssen ebenso die Scherben ihres Lebens aufheben und mit ihrer Trauer zurecht kommen. Sie stehen unter Schock.

Diesen Schock greift Alexandrea Zöbeli in ihrem neuen Roman "Der Pub der guten Hoffnung" auf und beschreibt die Verwirrung und Trauer, mit der Eltern eines Selbstmordattentäters bzw. Amokläufers zu kämpfen haben. Besonders Sam, der Vater, steht im Fokus.

Er verliert erst seinen Sohn, dann seine Frau (die in ihm immerzu ihren Sohn sieht und damit nicht klar kommt und in einer psychiatrische Klinik Unterstützung findet) und aufgrund der familiären Ereignisse auch seinen Beruf als Lehrer. Er fühlt sich gestrandet und verliert jeglichen Halt im Leben.

Zum Glück hat sein Freund ein abgelegenes Cottage in England, welches er als Rückzugsort nutzen darf. Erst will er weiter machen, dann aber, als er den Druck der Umgebung, die in ihm nur den Elternteil, der so ein Monster großgezogen hat, sieht, entschließt er sich doch dazu, wegzufahren.

Er, der Pädagoge mit Herz und Seele, darf nicht zurück an seine Schule!

Im Cottage des Freundes angekommen, wohnt da zu seinem großen Erstaunen aber bereits eine Frau mit ihren zwei Kindern. Hier beginnt eine neue, weitere Geschichte. Und die Leseprobe ist zu Ende.

Mutig! Gut!