Anziehend!

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glasperlenraum Avatar

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Als ich hier die Vorschau zur Leseprobe von „Der Ruf des weißen Raben“ sah, war ich gleichweg sehr gespannt auf das Buch.

Die Leseprobe hat das gehalten, was ich mir von ihr versprochen habe.

Chad Blue Knife ist nach seinem Studium wieder in der Lage, der Gemeinschaft seines Stammes beizuwohnen. Er nimmt an einer Zeremonie teil, bei der sein Stamm Geistwesen und die Ahnen der Stammesleute um Hilfe bittet, da die Rede davon ist, dass die Welt, wie sie einst war, vergangen ist und neue Gefahren der Welt drohen.  Durch Zufall – oder eher geschickte Führung? – gerät Myra Morgenstern an den Ort der Zeremonie. Als sie von deren Durchführungsort flüchtet, hat sie ein ungutes Gefühl und es kommt ihr vor, als wäre der Rauch der Zeremonienfeuer eins mit ihr geworden. Joseph Rock Horse, der Sprecher der Zeremonie, weist auf kommenden Beistand und Zeichen, die sein Stamm wahrzunehmen habe, hin.

Ich bin sehr gespannt darauf, inwiefern Myra etwas mit dem zu tun hat, das Chads Stamm in Zukunft ereilen wird. Auch bin ich neugierig auf die neuen Gefahren, die erwähnten „dunklen Mächte der Gegenwart“.

Die Leseprobe hat mir so sehr gefallen, dass ich sie als zu kurz empfand. Gerne hätte ich mehr gelesen und wäre tiefer in den Plot eingetaucht.

Bildgebende Beschreibungen machten es mir möglich, mir die Zeremonie und den Ort, an dem sie stattfand, genau vorzustellen. Darüber hinaus empfinde ich den Schreibstil als fließend. Auffallend waren nur einige Wortwiederholungen, die mich beim Lesen jedoch nicht weiter störten.

Über die Leseprobe hinaus hat mich auch das Cover des Buches angesprochen. Ich empfinde es als sehr harmonisch gestaltet. Es lädt zum Träumen ein, aber auch zu einer Reise in ein Gebiet, das einem noch unbekannt ist und erforscht werden möchte.

Ich würde gern mehr über Chads Stamm erfahren. Indianergeschichten interessieren mich seit jeher – ob nun der Fiktion oder der Realität gedankt – und ich finde darüber hinaus auch Schamanimus sehr anziehend.  

Eine sehr schöne Leseprobe – und leider viel zu wenig von ihr…