Ein spannender u. brutaler Psychothriller der etwas härteren Gangart

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pink anemone Avatar

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Die Geschichte zieht einen ab der ersten Seite in ihren Bann und es ist unmöglich mit dem Lesen aufzuhören. Außer Klopausen war für mich nix drin *g*.

Der äußerst brutale Psychothriller ist in mehrere Handlungsstränge aufgeteilt, in denen man zwischen den Sichtweisen und Handlungen von Jan, Laura und dem Täter wechselt.
Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und deren Hintergrund interessant. Man entwickelt Sympathie und Antipathie zu den jeweiligen Personen und fiebert mit ihnen mit.
Der Leser wird animiert zu spekulieren und Theorien aufzustellen und wenn man meint, man hätte die Lösung, ist es doch wieder ganz anders und man beginnt wieder von vorne.
Der Schreibstil ist rasant und der Autor schafft es alles sehr plastisch zu schildern. Für Leser mit schwachen Magen und Nerven könnten manche Szenen zusetzen. Für mich war es genau richtig und ich kam voll auf meine Kosten.
Die Auflösung ist sowas von überraschend, das Finale ist Spannung pur, lässt einem den Atem stocken und ist einfach nur grandios.
Am Ende schließt sich alles zu einem Kreis und man lehnt sich erleichtert und zufrieden zurück.
Die einzige Frage, die unbeantwortet im Raum schwebt ist die nach den letzten Worten.

Fazit:
Ein extrem spannungsgeladener und brutaler Psychothriller der etwas härteren Gangart. Ich kam voll auf meine Kosten und kann daher eine absolute Leseempfehlung aussprechen.
Mein erster Psychothriller von Marc Raabe war "Heimweh" und hat mich auf den Geschmack dieses Autors gebracht. "Der Schock" finde ich sogar einen Tick besser, da brutaler und morbider.
Nun werde ich mir auch noch "Schnitt" zulegen und hoffen, dass sich Marc Raabe nicht zu lange Zeit für einen neuen Psychothriller nimmt *g*