Der unglaubliche Fall Thomas Quick

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olga Avatar

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Bisher hatte ich noch nichts über den unglaublichen Fall Thomas Quick gehört, aber das Buchcover und der Klappentext von dem Buch "Der Serienkiller, der keiner war - und die Psychotherapeuten, die ihn schufen" haben mein Interesse schnell geweckt.

Der Autor Dan Josefsson hat die Arbeit seines Freundes nach dessen Tod fortgesetzt und dieses Buch geschrieben. Hierbei geht es um Sture Bergwall, der sich zwischenzeitlich in Thomas Quick umbenannt hatte. Sture ist homosexuell und drogenabhängig. Durch kleinere Kavaliersdelikte kommt er 1991 in die psychiatrische Einrichtung Säter in Schweden. Um an verschreibungspflichtige Drogen zu gelangen, um Aufmerksamkeit zu bekommen und durch seine Therapie gesteht er mehr als dreißig Morde. Doch diese Morde an die er sich durch die Therapie angeblich wieder erinnern kann, sind nicht von ihm begangen worden und zum Teil frei erfunden.

Mich hat das Buch ziemlich mitgerissen und gleichzeitig war ich fassungslos. Der Autor hat ganze Arbeit geleistet und gibt durch seine hervorragende Recherchen einen tiefen Einblick in diese Zeit. Ich konnte mich sehr gut hineinversetzen und konnte nachvollziehen wie Sture da hineingerutscht ist. Doch wie so viele Menschen um ihn herum so blind sein konnten und an eine fragwürdige Therapieform geklammert haben, bleibt mir ein Rätsel.