Einfallsreicher, fantasievoller Roman

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crossies Avatar

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Die kleine Luisa wird kurz nach ihrer Geburt noch im Krankenhaus von der eigenen Mutter aus dem Fenster geworfen und landet glücklicherweise in den Armen des Rugby Spielers Fergus. Die Mutter von Luisa flüchtet nach Brasilien und verschwindet aus dem Leben ihrer Tochter. Wenn das Leben schon auf eine so skurile Art beginnt, so wundert es auch nicht, dass dieses ebenso spannend weitergeht. Luisa verbringt ihre Kindheit mit ihrem Vater Paul, ihrem Lebensretter Fergus und zwei weiteren Mitbewohnern in einer Münchner WG. Das Leben dort ist zwar manchmal ein wenig turbulent, doch insgesamt verläuft Luisas Kindheit auch ohne die eigene Mutter sehr schön und harmonisch. Wie jedes Kind beginnt sich Luisa Gedanken über die eigene Herkunft zu machen und unweigerlich tritt eines Tages die Frage nach der Mutter und dem Warum auf. Warum hat Luisas Mutter ihr Baby nicht gewollt und wollte es sogar töten? Zunächst bleiben Luisas fragen unbeantwortet, da das Thema und Fragen nach Luisas Mutter quasi ein Tabu darstellen, doch eines Tages machen sich Luisa, Paul und Fergus auf die Suche nach der Antwort auf die Frage nach dem Warum. Diese Reise führt sogar bis nach Brasilien.
Obwohl man annehmen könnte, da dieses Buch ja ein durchaus ernsten Start hinlegt, dass dieses den Leser beim Lesen Tränen in die Augen treibt, so wird jeder Leser angenehm über die Schreibweise der Autorin überrascht sein. Erzählerin im Buch ist die kleine Luisa, wodurch der Roman einen beschwingten und sehr unterhaltsamen Charakter erhält. Auch die im Buch vorkommenden Charaktere sind liebevoll beschrieben und wachsen einem mit jeder gelesenen Seite mehr und mehr ans Herz. Das Buch liest sich sehr flüssig und kann durchaus als kurzweilig beschrieben werden. Trotzdem hat es die Autorin geschafft, jedem Protagonisten Leben einzuhauchen.