Luisas Geschichte

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weißdorn Avatar

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Was für ein schönes Buch; einmal angefangen hat es mich nicht losgelassen, sei es die Geschichte von Luisa, aber auch die der Auswanderer nach Brasilien. Es geht nicht unbedingt heiter los. die neugeborene Luisa wird von ihrer Mutter Aza (nach der Azalee benannt, wie man später erfährt) aus dem Krankenhausfenster geworfen. Zum Glück ist da Fergus, der Luisa auffängt und sie auch weiterhin beschützt. Aza verschwindet und Paul, Luisas Vater versteht nichts mehr, kümmert sich aber sehr liebevoll um die Kleine. Der Roman wird aus der Sicht Luisas erzählt - wie sie eine glückliche Kindheit in der Wohngemeinschaft mit Paul, Fergus, Max und Irene erlebt - wie nach Irene's Selbstmordversuch herauskommt, dass Aza ihre Adresse bei Irene hinterlassen hat und Luisa feststellt, dass sie sehr wohl eine Mutter hat; bisher hat sie sie nicht vermißt. Aber so ist das mit der Liebe - Paul liebt Aza, Irene liebt Paul und so findet der Brief seinen Empfänger erst nach 6 Jahren.
Die Adresse ist eine brasilianische - und so machen sich Paul und Luisa auf die Suche. Sie fahren nach Hinterdingen in Oberbayern, wo sie die Geschichte der bayrischen Indianer, die nach Brasilien auswanderten, erfahren. Aza ist eine Nachfahrin dieser "Indianer".( Auch das eine sehr schöne Geschichte). Und dann auf nach Sao Paulo - ein neues Abenteuer und Luisa findet ihre Mutter und es ist ein berührendes Treffen und alle erfahren die nicht ganz nachvollziehbaren Gründe, warum Luisa , kaum geboren, das Fliegen lernte.
Ich werde dieses Buch gerne weiterempfehlen.