Bewegendes Familiendrama

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angela.bücherwurm Avatar

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Lucy Coulter, Mutter der elfjährigen Ethie und deren beiden älteren Brüdern Frankie und Kipper - er leidet am Down-Syndrom - stirbt im August 1962 am selben Tag wie Marilyn Monroe. Ihre Leiche wird auf einem Boot gefunden. Was ist passiert ? Die Umstände erscheinen seltsam .

Durch zwei verschiedene Erzählstränge lernen wir die Familie näher kennen und erfahren nach und nach was geschehen ist.

Zum einen erzählt uns Ethie die Ereignisse aus ihrer Sicht, zum anderen haben wir in Rückblenden an den Erinnerungen ihres Vaters Howard teil. Howard kämpft mit seinen eigenen " Dämonen " aus der Vergangenheit. Er hat Furchtbares im Krieg erlebt und kann seinen Kindern zunächst nicht wirklich beistehen. Der Vater scheint sich immer mehr in sich selbst zu verlieren. Erst als er auch noch seine Kinder zu verlieren droht, wird er aus seiner Lethargie wachgerüttelt.

Das Buch ist sehr einfühlsam geschrieben und beinhaltet eher leisere Töne. Trotz der ruhigen Art und Weise wird in dem ganzen Buch ein Spannungsbogen aufrecht erhalten. Man möchte einfach die Geschehnisse in der Familie mitergründen.

Die einzelnen Charaktere sind liebevoll dargestellt und im Laufe der Zeit entwickelt man selbst für den zunächst teilnahmslosen Vater ein tieferes Verständnis. Auch dem Charme des kranken Kipper kann man sich nicht entziehen.

Mich hat das Buch sehr berührt und ich habe es in nur wenigen Tagen gelesen.

Einzig die ( deutsche ) Titelauswahl fand ich nicht so gelungen. Denn bis auf den selben Todestag hat der Roman nichts mit Marilyn Monroe bzw. ihrer Geschichte zu tun. Aber das ist für den Lesegenuss selbst nicht weiter störend.