Eine tragische Familiengeschichte

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steffik. Avatar

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Es geschieht am 5. August 1962. Auch Marilyn Monroe stirbt an diesem Tag und wird genau wie Lucy erst am folgenden entdeckt. So beginnt die Geschichte einer Familie im kanadischen Vancouver, die es wahrlich nicht leicht hat. Der Vater trinkt, er ist schwer traumatisiert durch seinen Kriegseinsatz in Hongkong und sein Sohn hat das Down-Syndrom. Eines Tages taucht ein asiatisches Mädchen vor dem Haus der Familie auf.

Das Buch, eine Kriegs- sowie Familiengeschichte, spielt in etwa 20 Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg in Kanada, ein Großteil der Erzählung handelt aber von den Kriegserlebnissen des Vaters (1941-1945) in Hongkong. Es geht um die Brutalität und Grausamkeit der Schlachten, sowie der Erlebnisse im Gefangenenlager, die einen Menschen noch Jahre danach verfolgen. Außerdem zeigt es auf, welch großes Loch der Tod einer Mutter in eine Familie reißt. Der Vater macht sich Vorwürfe dass er seiner Frau nie die Wahrheit über seine Vergangenheit gesagt hat. "Der Tag, an dem Marilyn starb" ist ein sehr emotionaler Roman, er ist nichts für zartbesaitete Menschen. An einigen Stellen über den Krieg geht es sehr grausam und blutig zu. Nicht jeder möchte so etwas lesen, aber es ist leider die Wahrheit, Millionen von Menschen in dem Zweiten Weltkrieg mussten Hunger und Leid täglich erleben. Alles in allem hat mir Donna Milner's zweiter Roman sehr gut gefallen, mit dem kleinen Kipper hat die Autorin einen Jungen geschaffen, der der Welt zeigt dass sein Down-Syndrom kein Nachteil für ihn ist.