Der Tote am Gletscher

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eule90 Avatar

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Südtirol im Winter, kurz vor Weihnachten. Dort, wo vor vielen Jahren der Steinzeitmensch Ötzi gefunden wurde, gibt es jetzt erneut einen Leichenfund. Diese Leiche ist jedoch keine tausende Jahre alt, sondern stammt aus der heutigen Zeit. Somit ein Fall für Commissario Grauner und seinen italienischen Kollegen Ispettore Saltapepe. Beide sind nicht sonderlich begeistert darüber, dass sie zusammen arbeiten müssen und lassen dies den jeweils anderen auch immer wieder spüren. Das behindert jedoch in keinster Weise ihre Ermittlungen und mit der Zeit gewöhnen sie sich immer weiter aneinander und schaffen es somit, den Fall bis Heiligabend zu lösen.

Dieses Buch hat in der Leseprobe leider mehr versprochen, als es halten konnte. Mich hat ganz stark gestört, dass viele Wörte verwendet wurde, welche im Hochdeutschen nicht verwendet werden, die vom Autor aber auch nicht erklärt wurden. Einige kann man sich aus dem Kontext erklären, aber nicht alle. Das macht das Lesen teilweise etwas anstrengend und hat mir Stellenweise die Lust genommen. Am Anfang wurde viel auf vergangene Erlebnisse vom Commissario Grauner hingewiesen und ich hatte mich gefreut, diese im Verlauf des Buches zu erfahren. Leider wurde ich ratlos zurückgelassen. Soll das Interesse auf ein folgendes Buch wecken? Dafür war es mir leider zu wenig.
Der Schreibstil und auch die Geschichte haben mir eigentlich gut gefallen, da sich das Buch flüssig lesen ließ. Mir fehlte leider etwas die Spannung. Ich habe das Buch zuende gelesen, war auch gespannt, wer der Täter und was sein Motiv war, ich hatte jedoch nie das Bedürfniss, mir selber Gedanken zum Verlauf der Tat zu machen. Das mitraten ist etwas, was meiner Meinung nach zu einem Krimi dazu gehört.
Alles in allem ist dies sicherlich kein schlechtes Buch. Man sollte einfach nicht zu viel erwarten und als leichte Lektüre, zum Beispiel in einem Südtirol-Urlaub ist dieser Krimi sicherlich sehr gut geeignet.