Kompromisse zum Glück

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Erzählt wird in diesem Roman von Menschen, Tieren und Engeln. Gemeinsam ist ihnen der Lebensraum und ein politisches System, das alle korrumpiert. Da werden vielerlei Vorschriften gemacht und eingehalten, da Vorschriften natürlich einzuhalten sind, da wird das Glück gesucht und wenn man es nicht finden kann dann muss eben ein Kompromiss gemacht werden. So beispielsweise von jenen Deserteuren der Roten Armee, die sich gemeinsam mit den Bauern eines Dorfes und einem, aus dem Paradies entflohenen Engel, einem Führer angeschlossen haben, der sie in ein " neues gelobtes Land" bringen will, indem er einem Stern folgt, der ihm den Weg dorthin weist.Als dieser Stern eines Nachts zur Sternschnuppe wird gehen sie einfach weiter in die Richtung der Stelle, an der er er vorher am Himmel stand und gründen ihr "Neues Gelobtes Land" dort, am Fuße eines Hügels.

So skurril und absurd wie diese Begebenheit ist letztlich der gesamte Roman gehalten. Jeder der Protagonisten ist ein aufrechter Mensch, bestrebt das Beste für sein Vaterland zu geben. Sogar die eigene Ehefrau wird gegen eine "dienstliche" Ehefrau eingetauscht denn schließlich ist man heheren Zielen verpflichtet.

Eine sehr amüsante Geschichte, voll von schwarzem Humor,bei der einem das Lachen des Öfteren im Halse steckenbleibt. Kuriose Bräuche werden dem Leser präsentiert und der Ideenreichtum des Autors scheint aus einer nie zu versiegenden Quelle zu sprudeln.

Ein zwar amüsanters aber dennoch anspruchsvolles Buch, das nicht einfach zu lesen ist. Einerseits muss man öfter pausieren, um das Erzählte verdauen zu können und andererseits fällt jeder Wiedereinstieg in die Lektüre, aufgrund der vielen Personen mit den komplizierten Namen und der verschiedenen Handlungsstränge schwer, da man sich immer wieder neu orientieren muss.

Dennoch, es lohnt sich auf jeden Fall !!!