Russische Märchen

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funny_15 Avatar

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Mit diesem Buch habe ich mich wirklich schwer getan. Ich bin ganz offen an die Geschichte rangegangen und habe mich auf Russland eingelassen. Das Buch ist auch wirklich eingängig und flüssig geschrieben, aber trotzdem habe ich mich mit dem Zugang schwer getan.

Ich denke, man darf bei diesem Roman nicht auf eine einfach fortlaufende Geschichte warten, die ein bestimmtes Ziel und Ende verfolgt. Eher muss man sich den einzelnen Handlungssträngen offen stellen und die Figuren sich entwicklen lassen. Das ist natürlich nicht so einfach, wenn man eigentlich "normale" Romanliteratur gewohnt ist.

**Zum Inhalt:**

4 Hauptpersonen begleiten uns durch das Buch - der Volkskontrolleur, der Engel, der Schuldirektor und der Künstler. Die einzelnen Handlungen laufen völlig unabhängig voneinander. Einzig und allein die Gewehrkugel, die den vollkommen Gerechten sucht, verbindet die Geschichten lose miteinander.

Die vier Männer haben alle ein gewisses Schicksal zu tragen. Dieses erfüllen sie aber mit Stolz, Ehrgeiz und Demut gegenüber ihrem Land. Es sind einfache Charaktere, die sich an simple und wohl bekannte Moralvorstellungen halten.

**Fazit:**

Interessant war für mich die Sicht auf das alte Russland. Ob nun alles der Realität entspricht, wie der Autor das Land beschreibt, kann ich natürlich nicht beurteilen. Aber die Beschreibungen waren irgendwie schön und märchenhaft.

Genauso würde ich auch das ganze Buch Beschreiben: Ein russisches Märchen zum Thema der Mensch und seine Moralvorstellungen, jedoch ohne bestimmtes Ziel für den leser. Also sich einfach treiben und mitreißen lassen.