Volle Verpflichtung dem Vaterlande

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omabirgit Avatar

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_ **Der wahrhaftige Volkskontrolleur von Andrej Kurkow** _ Erster Satz: Von den Höfen her hörte man das Kläffen der Dorfhunde, die mit ihren Ketten rasselten und den sich herabsenkenden Abend ankündigten. Inhalt: In dem Buch spielen 3 Geschichten nebenher ab: der Volkskontrolleur Pawel Dobrynin, der Papagei Kusma und sein Begleiter Mark und ein Engel. Pawel wird unerwartet zum Volkskontrolleur der Sowjetunion auf Lebenszeit gewählt. Dafür muss er von seiner Familie weg ziehen und hinaus in die Welt um dort alles mögliche zu überprüfen und zu kontrollieren. Dabei wird ihm viel Respekt entgegengebracht und er erlebt die seltsamsten Abenteuer. Mark ist ein Künstler und besitzt den Papagei Kusma. Mark bringt Kusma Gedichte bei, welcher diese dann auf Veranstaltungen vorführt. Zusammen reisen sie durchs Land, immer im Stress und treffen sogar auf eine Person, von denen sie nicht zu Träumen gewagt hätten. Der Engel ist aus dem Paradis desertiert. Es schafft kein Sowjete es in das Paradis und daher sagen alle Engel, dass es dort keine ehrlichen und aufrichtigen Menschen gibt.Der Engel wollte seinen Mitengeln beweisen das dies nicht stimmt und ist desertiert.Dabei trifft er auf eine Gruppe von Menschen die ins gelobte Land wandern und schließt sich ihnen an. Meine Meinung: Ich persönlich hatte sehr viel mehr von dem Buch erwartet.Gepriesen wurde viel schwarzer Humor. Es gab zwar welchen, dennoch kam es mir sehr knapp vor.Da wäre zum Beispiel die Patrone die durch den Wald fliegt oder die dienstliche Ehefrau, die gleich verlangte so zu tun, als ob sie sich schon ewig kennen würden.Aber allem in allem war nicht sehr viel vorhanden, oder ich überlas ihn schlichtweg.Schade fand ich, dass die 3 Personen überhaupt nichts miteinander zu tun hatten.Ich hatte die ganze Zeit gewartet, dass diese aufeinander treffen und mir ausgemalt wie dies sein könnte, doch kam und kam dies einfach nicht.Auch schade empfand ich es, als die Personen um Pawel starben. Erst mal aus Mitleid, weil ich die sehr lieb gewonnen hatte, aber wirklich schlimm war zudem, dass ich ahnte, dass diese nicht zurück kommen.Dem gleich verhielt es sich auch mit dem Pferd.Doch am schlimmsten fand ich, dass sich alles sehr in die Länge zog und man sich eingentlich etwas durch die Seiten quälte. Doch bei der Geschichte mit dem Engel hatte ich das nicht.Diese Geschichte gefiel mir so gut, dass sie noch Sterne für dieses Buch rausschlagen konnten.Ein Punkt der mir noch am Herzen liegt war die Verständlichkeit.Die Sprache im Buch ist oft (nicht immer) leicht zu verstehen, aber mir ist sehr aufgefallen, dass man sehr viel von der Geschichte der Sowjetunion wissen muss um die Komplexität des Buches zu erfassen.Ich selbst hatte dabei meine Probleme und musste oft erst mal nachschauen was da eigentlich gemeint war.
Cover: Das Cover persönlich gefällt mir überhaupt nicht.In erster Linie ist es aber sehr sehr auffällig, was in einem berfüllten Bücherladen sehr gut ist. Dennoch gefallen mir viele Punkte nicht.Ersteinmal wäre da der einfarbige, gelbe Hintergrund. Da verstehe ich überhaupt nicht, warum gelb. Gelb steht in keinem Bezug zu dem Inhalt und ich wage zu behaupten, dass sie dann wenigstens rot hätten nehmen können, als die Farbe der Sowjetunion. Dafür ist die Überschrift rot und hebt sich gut von dem rot ab.Das braune Pferd auf dem Cover ist wirklich süß mit seinem Schal und der Mütze und den Stiefeln.Doch hat auch dieses Pferd keinerlei Bezug zu dem Buch. Das Pferd war weiß und nicht braun.Doch muss man zugeben, dass ein weißes Pferd auf diesem Cover nicht gewirkt hätte.Pawel dagegen ist wirklich gut getroffen und das Bild des Kremels wirkt wirklich gut und ist echt interissant. Liebe Grüße