Ein gern verschwiegenes Thema

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katrin wandersleb Avatar

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Das Cover gefällt mir sehr gut. Es passt gut zum Titel und erschlägt nicht.

Depressionen sind ein Thema, über das Betroffene nicht gern reden. Um so mehr muss man dem Autor Respekt zollen, seine Geschichte so offen und ehrlich zu erzählen.

Nach jahrelanger, mehr oder weniger erfolgloser Medikamenteneinnahme macht er sich auf den Weg, die üblichen Behandlungsmethoden bei Depressionen zu hinterfragen.
Er trifft auf Betroffene, auf Ärzte, auf Forscher. Er führt unzählige Interviews und schaut hinter die Kulissen der Pharmaindustrie. Dass er dabei nicht immer willkommen ist, erklärt sich von selbst.

Für ein Sachbuch ist es sehr fesselnd geschrieben, nicht zuletzt deshalb, weil es um den Weg des Autors mit seiner eigenen Krankheit geht.
Es gelingt ihm, die eigentlichen Ursachen dieser weit verbreiteten Krankheit zu aufzudecken und zu erklären. So mancher Betroffenen wird sich in diesem Buch wiedererkennen und vielleicht sogar, endlich den Weg zur Besserung finden.
Der Schreibstil ist angenehm flüssig und nimmt den Leser mit auf eine Reise.
Allerdings sind manche Passagen sehr ausführlich geschrieben, was das Ganze manchmal etwas langatmig erscheinen lässt, deshalb einen Punkt Abzug.

Alles in allem jedoch ein interessantes Buch, welches ich jedem, der mit diesem Thema konfrontiert wird, empfehlen möchte.