Raths vierter Fall

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ente21 Avatar

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In dem Prolog lernen wir "Tokala" (Fuchs) kennen, der schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht hat und seitdem allein im Wald lebt. Er beobachtet, wie eine junge Frau vergewaltigt wird, offenbar als Strafe für ihre Beziehung zu einem "Polenfreund", obwohl sie Preußin ist. Schon hier bekommt man einen Eindruck davon, welche Konflikte damals herrschten.
Auch in Berlin gibt es Auseinandersetzungen, zum Beispiel zwischen Nazis und Kommunisten. Eine endete tödlich: Ein Lieferant des "Haus Vaterland", eines Vergnügungszentrums, wird tot in einem Lastenaufzug gefunden. Er wurde offenbar kurz vor dem Ertrinken im Aufzug mit einer Spritze getötet.
Mit dem Fall befasst sich Gereon Rath, dem das im Moment denkbar schlecht passt: Er sucht seit Monaten das "Phantom", einen mysteriösen Mörder, der Berlin unsicher macht. Außerdem ist seine Freundin Charly gerade nach einem Jahr aus Paris zurück gekehrt. Gerade hat er ihr einen Heiratsantrag gemacht, da vermutet er auch schon eine Affäre mit einem Kommilitonen--und jetzt kommt auch noch die Ermittlung im rätselhaften Mordfall dazu...

Schon von der ersten Seite an versinkt man vollkommen in diesem Krimi. Dadurch bekommt man ein gutes Gefühl für die damalige Zeit--noch nicht einmal hundert Jahre her, und doch gibt es so ganz andere Probleme als heute. Ein flüssiger Schreibstil und gelegentliches Wechseln der Perspektiven sorgen dafür, dass die Spannung die ganze Zeit aufrecht erhalten wird. Und natürlich der Inhalt: Wie kann man in einem Aufzug ertrinken?
Die Antwort auf diese Frage und wie es mit Gereon Rath weiter geht, würde ich sehr gerne erfahren!