Die Elternsprecherin

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redjoker Avatar

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Die von ihrer Freundin überredete älteste Mutter, und daher weise und reife Elternsprecherin Jennifer Dixon, will mit ihrem witzigen hintergründigen Humor die Eltern der anderen Kinder, welche die Klasse ihres Nachzüglers Max mit besuchen, lockerer machen. Doch mit ihrem Sarkasmus trifft sie manches Mal voll daneben. Dabei möchte sie nur, dass sich alle Eltern bereit erklären, mit ihr zu kooperieren oder sich wenigstens an der Klassengemeinschaft zu beteiligen und nicht nur egoistisch ihren eigenen Weg gehen. Doch da trifft sie nicht immer auf Gegenliebe. Da sie nicht ganz freiwillig diesen Posten annahm, kann sie sich schon manches Mal die Reaktionen der überbesorgten Eltern vorstellen und findet auch ein bisschen Spaß daran.

Die von der Protagonistin verfassten Emails finde ich einfach nur köstlich. Wohl dem, der überhaupt so einen trockenen Humor besitzt. Trotz allem, kann sie sich in die Lage der überbesorgten Eltern versetzen, denn sie hat bereits zwei Töchter, die aufs College gehen.

Das Buch ist nicht nur interessant, sondern sehr lehrreich. Dinge, die eines Lobes bedürfen, werden ignoriert oder nicht gebührend anerkannt. Andere Sachen hebt man in den Himmel, die dessen nicht würdig sind. Es ist ein Kreislauf der Geschichte einer Familie und ihres Zusammenlebens in unserer Gesellschaft, deren Charaktere und Situationen. Der Roman hat mir sehr gut gefallen.