Ein Page-Turner

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shewane Avatar

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Das Buch spielt auf 2 Zeitebenen. Es beginnt in der Jetzt-Zeit mit der 104 Jahre alten Aganetha Smart. „Aganetha“ – was ist das für ein Name? Häufig scheitern Bücher bei mir an den Namen der Protagonisten. Wenn ich die nicht mag, dann kann es passieren, dass ich das ganze Buch nicht mehr lesen will. Hier ist das aber anders. Zugegeben, ich mag den Namen nicht, aber die Geschichte hat mich gleich in ihren Bann gezogen.
Wir lernen, dass Aganetha heute in einem Altersheim lebt. Sie ist gebrechlich, hört nicht mehr gut, ist fast blind – aber geistig noch voll da und daher auch unterschätzt. Ihre Gedanken sind klar und klug, nur artikulieren kann sie sich nicht so richtig. Sie wird von einem jungen Pärchen abgeholt und ich bin sehr gespannt, wie es wohl weiter gehen wird.
Die andere Zeitebene beginnt in Aganethas Kindheit, irgendwo auf einer Farm mit vielen Geschwistern, die zum Teil schon auf dem Friedhof liegen. Die Geschichte wirkt sehr ergreifend, vielleicht auch ein bisschen rührselig. Sie erinnert mich an „Grüne Tomaten“ und „Die Farbe lila“.
Der Schreibstil gefällt mir sehr gut, ich fühle mich geradezu in das Geschehen gezogen und will unbedingt wissen, wie es weiter geht und was es mit der Pionierin auf sich hat.