Geheimnisse

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mella83 Avatar

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Vielen Dank erstmal an Vorablesen.de, dass sie mich bei der Verlosung aus dem Lostopf gezogen haben!!

**Inhaltsangabe:**

Sarah urlaubt gemeinsam mit ihrer Schwester May und deren Ehemann Neil auf Sizilien. Sie will die vergangenen Monate vergessen, denn nicht nur das ihr Sohn tot geboren wurde, nein ihr Lebensgefährte betrügt sie mit ihrer besten Freundin.

Als sie Alex und seinem Sohn Jamie begegnet wirft sie alle Bedenken über Bord und beginnt ein neues Leben mit ihm in Burrington Stoke. Nichts ahnend, dass der Schatten seiner verschwundenen Frau über ihnen schwebt und sie alles zu verlieren droht ...

**Meine Einschätzung:**

Als ich die Leseprobe hier gelesen hatte fand ich das Buch richtig interessant und wollte es unbedingt lesen. Doch jetzt, da ich das Buch beendet habe bin ich regelrecht begeistert!

Der Schreibstil von Lesley Turney war sehr flüssig und leicht zu lesen. Die Kapitel nicht zu lange und nicht zu kurz. Von der ersten bis zur letzten Seite war ich von der Geschichte gebannt und habe mitgefiebert. An einem einzigen Tag las ich den Roman, denn ich musste unbedingt wissen was mit Genivieve passiert ist und wie alles enden würde.

Mit der Wendung am Ende habe ich zunächst nicht gerechnet, doch dann widerum ließ es sich erahnen. Der Autorin ist mit diesem Buch ein Glanzstück gelungen. Oft dachte ich, dass ich wüsste in welche Richtung sich das Buch entwickelt, doch da wurde ich eines besseren belehrt \*lach\*, das Ende selbst hat mir sehr gut gefallen, nicht zu schnulzig und nicht zu nüchtern - genau richtig!

Die Charaktere, sowohl Sarah als auch Alexander, haben mir auf Anhieb sehr gut gefallen. Doch am Besten gefiel mir Alexanders Frau, denn sie wurde am detailliersten beschrieben. Wer eher flach ausfiel war Sarahs Lebensgefährte Laurie, nun gut er spielte ja auch keine große Rolle für den Verlauf des Buches. Trotzdem habe ich alle sofort ins Herz geschlossen und hoffte, kämpfte, litt und bangte mit ihnen allen (besonders aber mit Sarah aus der Sicht die Geschichte berichtet wird). Gerade ihre Entwicklung von der depressiven, jungen Frau, die ihr Baby verloren hat hin zu einer willensstarken Frau, die für den Mann den sie liebt kämpft ging langsam aber konstant von Statten, denn LT gewährte Sarah auch mal einen Durchhänger oder Rückfall in ihr altes Muster - sehr gut. Denn oft ist es so, dass man zwei Schritte zurück gehen muss, ehe man einen Schritt nach vorne macht.

Was ich auch noch zugeben muss ist die Tatsache, dass mich das Buch sehr stark an Daphne duMauriers Roman "Rebecca" erinnert hat. Sowohl die Thematik (neue Frau kehrt mit Mann in seine Heimatstadt zurück und trifft dort immer wieder auf Erzählungen über dessen erste Frau). als auch die psychologischen Spielchen und die zahlreichen Geheimnisse in der Vergangenheit aller Beteiligter erinnerten sehr stark daran. Doch mal im Ernst: Hat nicht jeder von uns seine kleinen Geheimnisse, die man seinem Partner selbst heute noch verheimlicht? Vergangenheit ist Vergangenheit, Zukunft ist Zukunft.
Nichts desto trotz war es ein ganz anderes Buch. Ich bin mir fast sicher, dass sie LT von DdM inspirieren ließ, wobei ich mich auch irren kann.

Alles in Allem betrachtet ist "Die fremde Frau" ein erstklassiges Buch und ich bin froh, dass ich es lesen durfte.