Gleich wieder mittendrin

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marosch Avatar

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Band 4 fängt ohne große Einleitung dort an, wo Band 3 aufgehört hat. Lenu und Nino haben ein Verhältnis, aus dem sie auch keinen Hehl machen. Vor allem Lenu macht sich jedoch Gedanken, wie ihre Zukunft mit Nino aussehen wird, wie sie ihre Ehe beenden kann und wie sie trotzdem eine gute Mutter für Ihre Töchter bleiben kann. Hinzu kommt, dass sie Nino gegenüber, der schon immer gerne mit allen Frauen geflirtet hat und dies auch immer noch tut, Misstrauen und Eifersucht empfindet.
Zu Lila hatte Lenu in den letzten drei Jahren den Kontakt vermieden, doch nach der Trennung von Pietro zieht Lenu zurück nach Neapel und die Freundschaft mit Lila wird wieder intensiver.
Wie auch in den vergangenen Bänden wird die politische und gesellschaftliche Situation Italiens Ende des 20. Jahrhunderts geschickt in die Geschichte von Lenu und Lila eingebunden. Beide Frauen versuchen, aus alten Rollenmustern auszubrechen und ihren Platz in der Gesellschaft zu finden.
Schon nach wenigen Sätzen ist man wieder mittendrin im Leben von Lenu und Lila und fragt sich gespannt, welchen Weg die beiden Frauen einschlagen, ob sich ihre Träume und Hoffnungen erfüllen und welche Entwicklung ihre langjährige Freundschaft nimmt.
Ich habe mir für den letzten Band der Tetralogie extra viel Zeit genommen, im Bewusstsein, dass dies das Ende der Geschichte von Lenu und Lila ist. Am liebsten hätte ich das Buch in einem Rutsch gelesen, aber so konnte ich den Lesegenuss noch etwas verlängern.