Sprachliche Raffinesse und große Emotionen

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fiordilatte Avatar

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Die Saga von Elena Ferrante geht mit "Die Geschichte eines neuen Namens" in die zweite Runde. Von der ersten Seite an schafft es die Autorin, den Leser zu fesseln und ihn in einen Strom aus Wörtern, Bildern und Emotionen zu ziehen. Sprachlich geschickt formuliert sie äußere Umstände und innere Empfindungen und passt den Schreibstil an Charaktere und Gegebenheiten an.
Beinahe atemlos steigert sie das Tempo und der Leser ertappt sich dabei, beim Lesen immer schneller zu werden.
Neben ihrem einzigartigen Umgang mit Worten ist aber auch der Inhalt bewegend: Die beiden Freundinnen sind mittlerweile 16 Jahre alt und beide stehen vor Herausforderungen, die ihnen das Leben stellt. Ihre persönliche Entwicklung wird thematisiert, aber auch die Frage, ob es für sie noch einen gemeinsamen Weg geben wird. Ferrante beschreibt tiefe Gefühle aus dem Blickwinkel einer Sechzehnjährigen, Gefühle, die sie innerlich zerreißen, ihr den Halt und den Bezug zur Realität nehmen. Hier wird gezeigt, dass Freundschaft ebenso mächtig sein kann wie die Liebe, dass eine Freundin gleichzeitig zur Konkurrentin werden kann und dass die Protagonistin weder mit noch ohne Lila kann.
Bereits die Leseprobe begeistert und ist eine Empfehlung, die komplette Saga zu lesen!