Hochexplosiv!

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Jürgen Todenhöfer (JT) besitzt den Mut, die Größe, die Erfahrungen und die politischen Spitzfindigkeiten sich mit dem Thema der geschichtlichen Wurzeln der Kriege und Krisen auseinander zu setzen.
Ab 1980 war er einer der bekanntesten deutschen Befürworter der von den USA unterstützten Mudschahedin und des Guerillakriegs gegen die sowjetische Intervention in Afghanistan. Ab etwa 2001 agierte Todenhöfer zunehmend als Kritiker der US-amerikanischen angeführten Interventionen in Afghanistan.
Eine Kreditzusage der Bundesrepublik für die gewählte sozialistische Regierung Chiles unter Salvador Allende kritisierte er 1973 mit den Worten „Für sozialistische Experimente in der Dritten Welt ist die DDR zuständig“, um nach dem Militärputsch die Auszahlung ebendieses Kredites an das Regime des Putschgenerals Augusto Pinochet zu fordern. (Wikipedia)
Es zeigt, dass er oft konservative Positionen vertrat.

Zwei Jahre nach seinem Besuch in Mossul berichtet er in seinem Buch über den IS. Durch eigene Recherchen vor Ort mit seinem Sohn Frederic, kann er auf umfangreiches Wissen zurückgreifen. Dabei spricht er nicht nur mit „einer“ Seite des Krieges...! Zusätzlich beschäftigt er sich umfangreich mit dem Nahen und Mittleren Osten.

Er untersucht das friedliche Miteinander unterschiedlicher Religionen. Doch sein Zitat auf S. 73 „Wenn die Menschen des Westens die volle Wahrheit über die Kriege ihrer Regierungen erfahren würden, wären Kriege nicht mehr möglich.“ ist mehr als verwirrend. Wer wenn wir Menschen nicht selber, zetteln diese Kriege an und aus welchem Grunde tun wir es? Schon allein das Wissen, das jeder Staat die technische Ausrüstung des Heeres ständig erneuert und seinen Verteidigungsetat maximiert, zwingt uns über das Einmischen in Krisengebiete nachzudenken, vor allem in der Richtung, wer daraus Vorteile erzielen könnte. Das müsste jedem klar sein … !

JT zeigt hier schonungslos die globalen Zusammenhänge aus Machtdenken, Wirtschaftsinteressen und Waffengeschäften. Allein das Eingreifen der USA in die jeweiligen Kriege kennzeichnet deren Machthunger und Gelüsten nach Rohstoffen und deren Ausbeutung. Warum, sollte sich jeder fragen, ist ständig diese Großmacht mit vertreten, um den Frieden zu erhalten??? Warum greift sie in die ethno-religiösen Auseinandersetzungen der Länder ständig ein? Um sich die politische und wirtschaftliche Macht zu sichern und damit auch den Vorrang an den jeweiligen Rohstoffen!?

Doch um Frieden im Mittleren Osten zu ermöglichen, schlägt er sogar konkrete Maßnahmen vor. Diese sollten sich die amtierenden Regierungsvertreter zu Gemüte ziehen. Denn nur dadurch helfen wir die jeweiligen Krisenherden zu stoppen. JT Werk ist hochbrisant geschrieben, denn sowohl auf gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Ebene wie auch zwischen den Regierungen bestehen vielfältige, von sehr unterschiedlichen Interessen getragene intensivierende Verbindungen.