Zu wenig vom Venusorden

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misao Avatar

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Ursula Neeb hat mit ihrem neusten Werk „Die Hurenkönigin und der Venusorden“ einen brillanten Mittelalterkrimi erschaffen.

Inhalt:
Im Jahre 1512
Jedes Jahr zum Beginn der Frühjahrsmesse in Frankfurt stürmen auswärtige Huren in das Hurenhaus von Ursel Zimmer. Doch dieses Jahr kommt ein außergewöhnliches Mutter-Tochter-Gespann auf Ursel zu und können sie sogar dazu überreden, das letzte freie Zimmer an sie abzutreten. Die beiden Huren, Alma und Irene sind Töchter des geheimnisvollen Venusordens, der die Göttin Venus ehrt. Bald nach ihrer Ankunft bekommt Alma streit mit einem Ratsherren, der daraufhin grausam ermordet wird. Alma wird festgenommen und durch Folter verhört. Die Hurenkönigin Ursel, so abgelenkt, durch das Verbrechen und ihren Gefühlen zu Alma bekommt immer öfter Streit mit ihrem Lebensgefährten Bernhard, welcher sich daraufhin in Irene verliebt. Ursel muss den Mord dringend aufklären und gerät dadurch selbst ins Visier des wahren Übeltäters.

Meine Meinung:
Man merkt sofort, wie intensiv sich Ursula Neeb in das Thema Mittelalter hineingearbeitet hat. Das Buch ist super schnell gelesen, da man den Faden nie verliert und es immer spannend bleibt. Mir hat ein entscheidender Punkt gefehlt, weswegen ich dem Buch auch 1 Punkt Abzug gebe: Der Venusorden. Das Intro verspricht soviel: Ursel Zimmer gefangen im Kreis des Venusorden, doch dies ist nicht real. Der Venusorden wir nur leicht engepriesen aber kommt nicht wirklich in die Geschichte hinein. Da der Titel aber darauf schließen lässt, dass Ursel Zimmer intensiv mit dem Venusorden zu tun bekommt, und nicht nur mit 2 Mitgliederns des Ordens finde ich es einfach zu wenig. Was mich zu meiner Zweiten negativen Kritik kommen lässt. Dem Buch hätten 100-200 Seiten mehr, gut getan um die Geschichte abzurunden und nicht alles gegen Ende hin zu überhasten, deswegen leider auch einen Punkt Abzug.
Dennoch würde jedem Mittelalterinteressierten empfehlen dieses Buch zu kaufen. Es ist so schön kurzweilig und man kann sich sehr gut in die Geschichte, den Ort und die Situation hineinlesen. Gute Arbeit von Ursula Neeb. Die Vorgängerromane stehen schon auf meiner Wunschliste (Man kann jeden Roman separat lesen)