Der Rotgut-Kodex

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moehrchen Avatar

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Der Autor Adam Blake ist das Pseudonym eines internationalen Bestsellerautors, der in London lebt.

In der Nähe von Peason in Arizona stürzt ein Flugzeug ab, alle Insassen sind tot. Kurz darauf bekommen die Angehörigen seltsame Nachrichten von den Toten... In London stürzt der Universitätsprofessor Stuart Barlow eine Treppe hinunter und stirbt. Erst nachdem die Schwester des Toten eine Obduktion veranlasst hat, erhärtet sich der Verdacht, dass Barlow nicht an einem Unfall gestorben ist. Sergeant Heather Kennedy, die bei ihren Kollegen wegen eines anderen Falles in Ungnade gefallen ist, bekommt die undankbare Aufgabe sich den Fall näher anzusehen und sticht in ein Wespennest... Leo Tillman ist auf der Suche nach seiner vor Jahren verschwundenen Familie. Um auf die Suche gehen zu können, hat er eine jahrelange Ausbildung in einer Söldnerarmee hinter sich... Was haben all diese Vorkommnisse mit dem Rotgut-Kodex zu tun, an dem Historiker Barlow gearbeitet hat? Oder ist das eine falsche Spur?

In dem Buch werden mehre Handlungsstränge geöffnet, die zunächst nichts miteinander zu tun zu haben scheinen. Die Stränge sind so unterschiedlich, dass man sich nur schwer vorstellen kann, dass der Autor dies glaubhaft zusammenführen kann. Adam Blake hat dies hervorragend gelöst. Heraus gekommen ist ein spannender Roman, der langsam beginnt und zunächst nach einem normalen Kriminalfall aussieht, doch es entwickelt sich schnell ein spannender Thriller, den man kaum noch aus der Hand legen möchte.

Man begleitet hauptsächlich Heather Kennedy, die von ihren Kollegen wenig geachtet wird, da sie sich an ihre eigenen geradlinigen Prinzipien hält und damit eckt sie bei ihren Kollegen an. Heather verbeißt sich in dem Fall und lässt sich nicht mehr davon abbringen, diesen gegen alle Widerstände zu lösen.

Manch einem mag der Thriller einige Längen zu viel haben aber mir hat das gerade gefallen - eigentlich bin ich nicht so. Man bekommt recht viel mit und hat nicht das Gefühl, dass alles vom Himmel fällt, sondern dass man alles erfährt. Eigentlich hat das Buch alles was ein guter Thriller braucht, es gibt sowohl Action als auch Ermittlungsarbeit und was ich gut finde, ist die Tatsache, dass der Autor weitestgehend auf allzu blutige Szenen verzichtet hat.

Ein unvorhersehbarer Thriller, der ein spannendes Thema als Grundlage hat. Ich könnte mir gut vorstellen mehr von Blakes Protagonistin Sergeant Heather Kennedy zu lesen.