Schwer einzuordnen

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wölkchen Avatar

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Mit Spannung habe ich die Leseprobe erwartet, da ich bereits mehrere Anzeigen inklusive begeisterte Buchhändlerstimmen zum Buch gesehen habe – nun bin ich jedoch etwas ratlos. Der Beginn der Leseprobe mitten im Buch macht den Einstieg nicht gerade einfach. Wirklich fesseln konnte mich der Auszug nicht. Ob das jedoch daran liegt, dass ich die davor liegende Handlung nicht kenne, oder ob das Buch insgesamt nicht so sehr mein Fall ist, kann ich nicht sagen.

Die Sprache ist einfach, auch inhaltlich wirkte die Leseprobe nicht sehr anspruchsvoll (ich denke hier an das Zitat, dass auch ein Literaturprofessor das Buch in der U-Bahn lesen kann, ohne sich zu schämen). Ein Schmöker, in dem man versinken kann – das denke ich, könnte „Die Landkarte der Zeit“ sein.

Wünschen würde ich mir etwas mehr: Die Fragen, ob die Gegenwart durch ein Eingreifen in die Vergangenheit geändert werden kann, ob die zeitliche Abfolge der Geschichte überhaupt feststehend ist, oder nicht doch alle Zeiten parallel existieren – diese Fragen bieten viel (philosophisches und wissenschaftliches) Potential. Auch wenn ich von der Lesprobe noch nicht ganz überzeugt war, würde ich deshalb das Buch dennoch gerne lesen: Um herauszufinden, ob der Roman sich diesen Fragen widmet und damit zu einer tiefgründigen Lektüre wird, oder ob er nur ein im besten Fall schöner und spannender Schmöker für verregnete Tage ist.